Tabea Bossard-Jenni · PEV
Punkto Baubewilligungen geht man bei anderen Projekten grössere Risiken ein, und man priorisiert Projekte, die weniger weit sind und mit mehr Risiken behaftet sind. Das kann nicht sein. Das ist kurzsichtig, und wir wollen doch keine kurzsichtige Politik machen. Mit dem Ergänzungsbau im Gymnasium Burgdorf liegt ein Projekt vor, das generell baubewilligt ist. Die Verhandlungen mit der Stadt Burgdorf sind bereits abgeschlossen, und nach dem Kreditentscheid könnte ziemlich unmittelbar losgelegt werden.
Konkret: Wenn wir heute Ja stimmen, dann könnte der Ausführungskredit im März 2026 vorgelegt werden oder nach dem Wortlaut der Motion dann eben im Sommer 2026. Man könnte mit der Baubewilligung bis etwa Mitte 2026 rechnen, und im Frühling 2027 könnte man die Provisorien hinstellen, die man im Sommer 2027 beziehen könnte, und auch im Sommer 2027 könnte man mit der Arbeit anfangen. Fertig sein könnte diese Bildungseinrichtung auf den Schuljahresbeginn 2030. Dann wären diese Ergänzungsbauten bezugsbereit.
So weit wären wir, wenn wir hier Ja sagen. Wenn wir jetzt Nein sagen und den Vorstoss in ein Postulat umwandeln, oder wenn wir es ablehnen, nehmen wir in Kauf, dass die generelle Baubewilligung erlischt. Sie erlischt nämlich drei Jahre nach Erteilung. Aus all diesen Gründen braucht es diese Motion. (Die Präsidentin bittet um Ruhe im Saal. / La présidente réclame le silence dans l’assemblée.)
Diese Motion braucht es, davon bin ich persönlich sehr stark überzeugt. Nicht nur, weil ich übrigens aus der Gemeinde Burgdorf komme, auch wenn Oberburg in meiner Postadresse steht, sondern auch, weil es bildungspolitisch nötig ist, dass wir hier investieren.
In meiner Fraktion war es so, dass bei den vorhergehenden Motionen der Entscheid noch einigermassen eindeutig und unbestritten war. Diese Motionen waren auch etwas einfacher zu verdauen, weil eben ein bisschen weniger konkret. Hier bei dieser Motion sind die Meinungen an der Fraktionssitzung noch nicht vollständig gebildet worden. Sie hören der Diskussion noch gut zu. Die Mehrheit der Fraktion unterstützt aber diese Motion, die hier vorliegt.