Reto Müller · PS
Zu den Energieberatungsstellen: Als Vizepräsident der Region Oberaargau kann ich oder muss ich Ihnen erzählen, dass wir natürlich auch eine riesige Steigerung der Nachfrage hatten. Wir sind da nicht anders als alle anderen im Kanton Bern, und ein bisschen selbstkritisch muss man auch sagen, dass all die Energieförderbeiträge, die wir früher gegeben haben, und was man sonst noch machen könnte, keine so grosse Nachfrage ausgelöst haben wie genau ein Faktor, nämlich der Strom- und der Gaspreis, die in der jüngeren Vergangenheit eben dementsprechend angestiegen sind.
Der Bedarf – das wurde hier schon mehrfach genannt, von fast allen Fraktionen – in den Regionen nach einer neutralen Energieberatung ist extrem hoch, er hat auch sehr stark zugenommen. Wir konnten jetzt gerade, auf das neue Jahr hin, 50 Prozent mehr Energieberater anstellen, weil es diese einfach braucht in den Regionen. Und eben: Überlassen wir nicht alles gleich als Erstes den Unternehmen – aber wem kommen dieser eine Franken oder die 1,18 Franken oder die 1,50 Franken, die wir hier mit dem Staat mittragen, letztlich zugute? Das ist wieder für diejenigen, die es nachher umsetzen: für die KMU. Das dient aber nachher nebst der Wirtschaft wirklich auch dazu, dass wir in Sachen Klima und Nachhaltigkeit mit all diesen Sanierungen, mit all diesen Heizungsersätzen nachher effektiv miteinander vorwärtskommen.
Auch ich sage das Gleiche wie Simon vorhin: Das ist eine gut investierte Million – oder 1,2 Millionen oder 1,4 Millionen, je nachdem, wie man dies jetzt ausgestalten will oder wie man für die Zukunft prognostiziert, wie das künftige Wachstum sein wird. Es ist so, dass dieses Geld, wenn das Mengengerüst noch stärker wächst, irgendwann auch wieder nicht mehr ausreichen wird. Und was können Sie dann in der Region machen? Sie können als Vorstand oder als Mitglied der Regionalkonferenz einer Region einfach sagen: «Also, wir fahren das Angebot zurück», oder die Gemeinden finanzieren das, was der Kanton bei den regionalen Energieberatungsstellen nicht finanziert. Wir haben auch hier ab und zu eine grosse Gemeinde-Lobby.
In diesem Sinn ist es so, dass die SP-JUSO-Fraktion selbstredend dem BaK-Mehrheitsantrag folgen wird. Merci vielmals.