Mathias Müller · UDC
Aufpassen muss man auch, da es Rekruten sind. Das heisst, der Wohnort ist nicht unbedingt der Ort, wo sie aufgewachsen sind. Also, wir reden hier von 19-jährigen, 20-jährigen Männern. Die wohnen zum Teil nicht mehr dort, wo sie aufgewachsen sind, also ist es auch hier wieder schwierig, einen Zusammenhang herzustellen.
Und denken Sie einfach daran: Der Kanton hat keinen Einfluss auf die Rekrutierung. Die Rekrutierung ist eine Bundesangelegenheit, und auch wenn wir im Kanton Bern ein Rekrutierungszentrum haben, kann der Kanton Bern nicht befehlen, dass die Berner Stellungspflichtigen Spermien abgeben müssen. Das ist nicht möglich.
Und dann müssen wir einfach noch schauen, von wie vielen Leuten wir sprechen würden. Ungefähr 2 Prozent aller Stellungspflichtigen haben sich freiwillig gemeldet. Wenn wir von den Bernern 2 Prozent Freiwillige in den Rekrutierungszentren hätten, dann wären wir vielleicht noch etwa bei 100, 200 Spermienproben pro Jahr. Und noch einmal: In den Rekrutierungszentren hat der Kanton Bern nichts zu sagen, vergessen Sie das einfach mal. Ich war Kommandant der Rekrutierung, ich weiss, wovon ich spreche. Das ist eine Illusion, da müsste man einen anderen Weg finden. Fertig.