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Hedy Fürer-Ulrich · SVP

de
Conseil du canton (SG)1 déc. 2025Mitglied des Kantonsrates

Fürer-Rapperswil-Jona (im Namen der SVP-Fraktion): Auf die Motion ist nicht einzutreten.

«Die digitale Transformation ist weit mehr als die blosse Digitalisierung bestehender Abläufe. Sie stellt einen grundlegenden Wandel von Strukturen, Prozessen und Organisationsformen dar, [...]. Eine konsequent digitale Ausrichtung ermöglicht hierbei schnellere, effizientere, transparentere Abläufe, reduziert Verwaltungsaufwand, spart Kosten [...].» Mit diesen Worten beginnt der Motionswortlaut. Ja, das klingt eigentlich sehr gut und ist für die meisten in diesem Saal nachvollziehbar, da wir uns meistens gekonnt digital im Internet bewegen, wie die vielen Laptops vor uns aufzeigen.

Es gibt jedoch ein grosses Aber. Nicht alle Personen in diesem Land sind so fortschrittlich wie wir hier im Saal. Ich erinnere mich: Als für die Landwirtschaft vor rund zehn Jahren die Digitalisierung der Strukturdatenerhebung eingeführt wurde, hat meine Nachfrage nach den eingesparten Angestellten ergeben, dass damals noch 1,5 Stellenprozente mehr benötigt wurden. Deshalb besteht bei uns eine gewisse Skepsis, ob da wirklich Kosten eingespart werden können. Auch war ein Teil der Landwirte mit dieser Digitalisierung ziemlich überfordert und benötigte Extraberater, um mit dieser Art von Datenerhebung zurechtzukommen. Hier spreche ich v.a. auch für die etwas älteren Personen in diesem Land. Es gibt sie tatsächlich noch: Personen, die keinen Computer oder Laptop zuhause haben. Diese Personen haben ihr Leben ohne all die Technik gemeistert. Genau auf diese Personen müssen wir heute auch Rücksicht nehmen. Sicher ist, dass die Digitalisierung kommen und auch ihre Vorteile haben wird. Wir dürfen aber nicht nur auf die Digitalisierung setzen, sondern wir müssen auch die bisherigen Praxen weiter beibehalten. Ich bin mir sicher, dass wir in zehn bis 15 Jahren über ein solches Thema nicht mehr diskutieren müssen. Dann ist die Digitalisierung in der Bevölkerung präsent, denn die Jugend lebt ja mit der digitalen Welt. Es braucht einfach noch etwas Zeit, dass meine Generation mit dieser Digitalisierung zurechtkommt. Bedenken wir auch, dass meine Generation früher noch ein Telefon mit Drehscheibe an der Wand hatte. Wir lernen aber immer mehr, mit all den modernen Techniken zurechtzukommen. Das benötigt aber eben einfach Zeit.

Transcription
sg.recapp.ch

Données: OpenParlData · CC BY 4.0