Intervention
Die Ausgangslage: Wir haben es gehört, nicht nur Vorrednerinnen und Vorredner haben es thematisiert, das Thema Geburten, sondern auch vorhergehende Vorstösse. In diesem Fall sind die Hebammen gesetzlich verpflichtet, rund um die Uhr auch in Notfallsituationen einsatzbereit zu sein. Gleichzeitig gibt es eben keine zeitgemässe Finanzierung, und wir haben es auch gehört: Wenige Gemeinden im Kanton leisten einen Beitrag an die Pikettkosten.
Damit müssen Hebammen den Bereitschaftsdienst in der Folge direkt den Familien verrechnen. Das ist doch eine klare Benachteiligung für diejenigen, die sich wohl für eine Form der kostengünstigen Geburtshilfe entscheiden, und es trifft vor allem auch noch gerade diejenigen, die es sich dann vielleicht auch nicht leisten können. Das ist also grundsätzlich eine falsche Situation.
Andere Kantone – auch dies haben wir schon gehört, aber ich möchte es hier unterstreichen – zeigen, dass das eben geht. Da ist der Kanton Bern auch gefordert. Wir haben auch gehört, dass es Städte gibt, die Pikettgelder zahlen, aber das kann ja wohl nicht zielführend sein. Ich denke, es braucht eine Regelung auf kantonaler Ebene, und gerade wenn es der Kanton verlangt, soll er auch bereit sein, es mitzufinanzieren.
Hebammen sind ein unverzichtbarer Pfeiler der medizinischen Grundversorgung. Gerade jetzt, wo wir wissen, dass Geburtenabteilungen schliessen, sind wir doch hier in diesem Saal umso mehr gefordert, die Hebammen entsprechend zu unterstützen, weil sie für die werdenden Mütter eine zentral wichtige Anlaufstelle sind. Und, wir haben es vorhin gehört: sogar auch für werdende Väter. Also, so gesehen ist das doch ganz wichtig. Wir sichern eine qualitativ gute und sichere Betreuung vor, während und nach der Geburt. Wenn wir jetzt nicht handeln – das ist ein kleines, wichtiges Puzzleteilchen –, riskieren wir einfach Versorgungslücken in einem sensiblen Bereich unserer Gesundheitsversorgung.
Deshalb werden wir Grünen diese Motion ganz klar unterstützen. Wir fordern eine faire Finanzierung, die den Hebammen ermöglicht, ihre Arbeit auszuführen, eine Stärkung der ambulanten Geburtshilfe im ganzen Kanton und damit auch eine spürbare Entlastung für unsere Familien. Merci deshalb auch für die Unterstützung.