Katja Streiff · PEV
Zu wenig Personal bedeutet zum einen, dass man den Patienten und Patientinnen nicht gerecht werden kann. Zum anderen heisst das auch, dass die Fachkräfte über ihre eigenen Grenzen hinausgehen und dabei die eigene Gesundheit gefährden. Man könnte sich Fragen: Ja, warum machen sie denn das? Es geht hier um die Arbeit von Menschen für Menschen – für Menschen, die psychische Hilfe brauchen, und für diese Hilfe braucht es eine professionelle Fachausbildung.
So ist die EVP-Fraktion dankbar für die Antwort des Regierungsrates. Der Regierungsrat ist sich der Problematik bewusst, und er stellt sich dieser sogar und versucht seine Verantwortung wahrzunehmen. Für die EVP-Fraktion ist klar: Es braucht für die Durchführung auch die Anerkennung von Psychiatriepraktika für Medizinstudierende, und das benötigt die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Und hier spielen auch wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine wichtige Rolle. Die Annahme dieser Motion führt zum wichtigen Austausch des Regierungsrates mit der Universität Bern; dies mit dem Ziel, zu erfahren, inwiefern die Organisation dieser Psychiatriepraktika im ambulanten Bereich im Medizinstudium möglich wäre. Aber das ist auch ein Schritt, um die Problematik auf den Tisch zu bringen und zusammen nach Lösungen zu suchen. Die EVP-Fraktion wünscht sich diese Art der Kommunikation und hofft, dass geeignete Massnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Psychiatrie folgen.
Darum unterstützt die EVP-Fraktion die Motion in allen drei Ziffern einstimmig, ist aber mit der Abschreibung der Ziff. 1 einverstanden.