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Hansjörg Haller · EVP

deMitglied GR
Grand Council (TG)21 oct. 2020
Im Namen der CVP/EVP-Fraktion danke ich dem Regierungsrat und der Verwaltung für die gute und umfassende Beantwortung. Es ist selbstredend, dass wir das Votum des Interpellanten teilen. Die Ausführungen des Regierungsrates sind aufschlussreich und gehen in die gewünschte Richtung. Wir anerkennen die Bemühungen, die Investitionen nach ESG-Kriterien zu tätigen und honorieren die Bestrebungen. Wir erwarten allerdings seitens des Regierungsrates, dass er bei der EKT Holding und bei der Gebäudeversicherung Thurgau nicht nur den Wunsch äussert, nachhaltig zu investieren, sondern dies erwartet oder noch stärker fordert, dies zu tun. Es ist erfreulich, dass die Thurgauer Kantonalbank in der Umsetzung der Nachhaltigkeit auf gutem Weg ist. Ich gehe davon aus, dass sich diese Strategie langfristig auszahlt und das gute Image, welches die Kantonalbank aufweist, sogar noch verbessert. Bei der EKT Holding sehen wir noch Luft nach oben. Wir erwarten, dass bei Anlagen über Vermögensverwaltungsmandate, im Minimum Nachhaltigkeit nach ESG-Kriterien verlangt wird, das heisst, ein Teil des Vertrags werden muss. Selbstverständlich sind wir uns bewusst, dass eine solche Strategie nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann und alles rasch geht. Auch die Gebäudeversicherung Thurgau ist auf einem guten Weg. Aus der Beantwortung des Regierungsrates geht allerdings hervor, dass nur bei den Bauten ersichtlich wird, welche Standards bei der Gebäudeversicherung Thurgau gelten: Minergie-P mit Solarzellen oder vergleichbare Standards. Das ist sehr begrüssenswert und aus unserer Sicht auch unerlässlich. Es wird aber nicht klar, nach welchen Standards Kapitalanlagen der Gebäudeversicherung Thurgau bereits jetzt und in Zukunft getätigt werden. Da erwarten wir mehr Transparenz. Bei der Pensionskasse nehmen wir erfreut zur Kenntnis, dass ab Geschäftsbericht 2019 auch über ESG-Investitionen berichtet wird. Hier erwarten wir weitere Anstrengungen in Richtung der Transparenz und Nachhaltigkeit. Aus der Beantwortung müssen wir schliessen, dass der Strategiewechsel eher zurückhaltend vollzogen wird. Die Versicherten haben aber ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie ihre Gelder angelegt werden, um allenfalls über ihre Delegierten Einfluss auf die Anlagestrategie nehmen zu können. Hier erachten wir eine Analyse durch Ethos oder ähnliche Institutionen nicht nur als hilfreich, sondern als erforderlich. Wir haben es bereits gehört, dass nachhaltige Anlagen nicht per se schlechtere Performances haben, häufig haben sie sogar bessere. Wir sind der Meinung, dass die Stossrichtung aller Institutionen in die richtige Richtung geht, teilweise aber durch eine deutlichere Erwartungshaltung des Regierungsrates in den nächsten Jahren noch verbessert werden sollte und verbessert werden muss.
Institution
Grand Council

Données: OpenParlData · CC BY 4.0