Intervention
Mit dem beantragten Kredit von 6,42 Mio. Franken, bei Gesamtkosten von 7,35 Mio. Franken abzüglich der bereits bewilligten Projektierungskosten von 930’000 Franken, sollen die Aktivierung und der Ausbau des Kesselhauses an der Fellerstrasse 11a zu Unterrichtsräumen mit Publikumsverkehr – also Ausstellungen –, die Schaffung von Ausweichflächen für Seminarräume und für den Hausdienst in einem Ergänzungspavillon auf dem Areal und eine Erweiterung der Mediothek sowie räumliche Rochaden mit betrieblichen Anpassungen im Bestand finanziert werden. So werden der HKB zusätzlich ca. 660 m² mehr Schulraum zur Verfügung gestellt, von dem es heute zu wenig hat.
Die Standortstrategie der HKB sieht vor, dass die Fellerstrasse 11 und die Schwabstrasse 10 auch nach dem Bezug des Campus Bern weitergeführt und längerfristig als Hauptstandort für die visuellen Künste der HKB genutzt werden sollen. Mit den geplanten räumlichen Optimierungen und Ergänzungen schliesst man Lücken im Raumangebot. Momentan ist es so, dass Ausstellungen teilweise in den Korridoren stattfinden, und dies genügt den Sicherheitsvorschriften, die man heute hat, nicht mehr.
Der Bedarf ist deshalb auch klar gegeben. Erstens haben sie zu wenig Platz, denn an dieser Schule werden die Studierenden mit dem Numerus clausus begrenzt. Momentan rechnet man damit, dass es pro Jahr rund 311 Studierende gibt. Diese müssen ihre Objekte ausstellen können, und dies auch in einem geschützten Raum, oder besser gesagt – wie soll ich sagen: Sie müssen diese Sachen einfach in einem Atelier aufbereiten können. Und das ist momentan nicht gegeben.
Im Jahr 2004 hat man eigentlich genau darauf verzichtet. Aber man hat dann gemerkt, dass sich dies nicht bewährt. Eben, wie angesprochen: Sicherheitsaspekte, Fluchtwege sind nicht gesichert. Deshalb ist es wichtig, dass man dies dort realisiert.
Wenn man es nicht macht – wenn man es nicht macht, sinkt einfach die Attraktivität dieses Schulstandorts. Ich habe es angetönt: Es gibt momentan ungefähr 311 Schüler. Wenn diese ihre Ausstellungsräume nicht haben, besteht die Gefahr, dass die Studierenden in einen anderen Kanton gehen. Wenn sie in einen anderen Kanton gehen, entstehen pro Schüler jährlich Kosten von rund 70’000 Franken. Und wenn man dies auf ein paar Jahre hochrechnet, ist es deutlich sinnvoller, das hier im Kanton Bern zu investieren, als es in andere Kantone zu schicken, und dies hier auch zu realisieren.
Die Ausführungen der Verwaltung – und an dieser Stelle möchte ich mich auch bedanken für die Beantwortung der Fragen und für die Unterstützung des Sekretariats – haben die BaK überzeugt. Deshalb beantragt die BaK hier dem Grossen Rat, diesem Kredit zuzustimmen. In der BaK waren wir einstimmig dafür. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.