Intervention
Liebe Grossrätinnen und Grossräte, wir teilen natürlich die Einschätzung: Die Universität Bern leistet hervorragende Arbeit, hat gerade auch im letzten Berichtsjahr wieder sehr gute Leistungen erbracht, ihren Auftrag in einer ausserordentlich guten Qualität erfüllt und im Berichtsjahr ihre Zielvorgaben auch erreicht und in vielen Bereichen sogar übertroffen. Aber die finanzielle Situation der Universität Bern ist tatsächlich herausfordernd. Das wissen wir, das weiss auch die Regierung.
Eine Grundfinanzierung der Uni hat mit dem Teuerungsschub des Kantons, insbesondere in den Jahren 2022 und 2023, und den damit zusammenhängenden Gehaltsmassnahmen zu tun, die sie immer auch umsetzen muss. Sie konnte aber nicht schritthalten. Denn der Kanton hat dort etwas gefordert, wozu er letztlich die Mittel nicht mitgegeben hat. Das ist uns bewusst und bekannt.
Der Regierungsrat hat bereits im Rahmen des Budgets 2025 – und dazu werden Sie ja dann schon in der nächsten Session Stellung nehmen – erste Massnahmen zur Anpassung der Grundfinanzierung an die Lohnmassnahmen beschlossen und beantragt im Budget 2026 und im Aufgaben- auf Finanzplan (AFP) 2027 bis 2029 auch weitere Schritte. Im Budgetantrag des Regierungsrates ist insbesondere vorgesehen, im Staatsbeitrag an die Universität das Lohnsummenwachstum zur Hälfte auszugleichen und den Staatsbeitragsplafond zunächst ab dem nächsten Jahr anzuheben. Aktuell prüft der Regierungsrat im Zuge der Ausarbeitung des nächsten Leistungsauftrags an die Universität für 2026 bis 2029 eine zusätzliche Korrektur.
In diesem Sinn bin ich sehr froh, dass das Ihnen, liebe Grossrätinnen und Grossräte, bewusst ist und Ihnen auch ein Anliegen ist. Es ist auch der Regierung ein Anliegen, dass wir der Universität die Mittel zu kommen lassen können, die sie brauchen, um ihre hervorragende Arbeit weiterführen zu können. Daran arbeiten wir laufend.
Danke vielmals für die Aufmerksamkeit. Ich bin froh, wenn Sie diesen Bericht so zur Kenntnis nehmen. Danke.