Aller au contenu principal

Martin Schlup · UDC

de
Grand Conseil (BE)5 juin 2025
Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Einzelsprecher. Ja, ich muss jetzt doch noch ein bisschen meinen Unmut poltern lassen. Es wurde immer von den Vergabekriterien gesprochen. Sandra Hess hat das Geschäft oder den Nachkredit eigentlich sehr gut vorgestellt, dem will ich nichts Weiteres mehr anfügen.

Aber bei den Vergabekriterien hat man Spielraum. Diese macht man. Wenn man jetzt zu diesem Elektrogeschäft, das x-mal zitiert wurde ... Sorry, wenn der Kanton Bern einen Auftrag in Witzwil einem Tessiner Elektrounternehmen vergibt, also Entschuldigung: Da würde bei mir natürlich die Alarmlampe dreimal orange oder wohl dunkelrot leuchten. Dann würde ich schon nachfragen: Wieso kann dieser billiger oder besser sein als diejenigen, die in Ins, Gampelen oder im Seeland sind? Also, diesbezüglich frage ich mich schon ein bisschen, wie viel man da studiert, wie man hinschaut.

Es wurden auch die Reserven genannt. Entschuldigung, wir haben ein Projekt, wir haben Projektkosten, man weiss, was man baut. Da sind Reserven vorhanden. Sie wurden teilweise ein bisschen korrigiert, aber auch in jeder Unterposition – schauen Sie einmal nach – sind immer Reserven; diejenigen, die schon Bauprojekte angeschaut haben. Am Schluss legt man nachher noch einmal eine Reserve drauf. Da hat man Reserven. Und ich bin einverstanden: Es gibt Dinge, die man nicht weiss, die etwas verteuern können. Aber hier sind es jetzt doch viele Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Und ich frage mich dann manchmal: Hat man hier nur die Praktikanten und die Lernenden die Projektleitung machen lassen? Ich bin gerade ein bisschen böse. Denn jeder dieser Projektleiter ... – Entschuldigung, es wurde vorhin gesagt, wir müssten halt mehr Leute anstellen. Da bin ich komplett dagegen. Man müsste wahrscheinlich Leute wegnehmen, dann würde es besser funktionieren. Jeder dieser Projektleiter hat einen Lohn, ganz sicher einen Jahreslohn von weit über 100’000 oder 150’000 Franken. Dann erwarte ich auch eine Qualität ihrer Arbeit. Das geht uns allen so.

Was mir ein bisschen Kummer macht: Wir haben gerade noch ein paar andere Projekte von mehreren 100 Mio. Franken, die in diesem Kanton daherkommen: die zwei Campus, die Polizeikaserne. Wenn wir dort nicht hinschauen, meine Lieben, dann weiss ich nicht, wo das mit den Nachkrediten hinführt. Hier bei diesem Geschäft ist es jetzt der dritte. Das macht mir ein bisschen Kummer.

Wenn ich da der Chef wäre – und das wären wir eigentlich, wir sind das Parlament –, würde ich dieser Direktion sagen: «Sparen hin oder her, Sie können jetzt sagen, es sei ausgegeben, Sie können nichts machen, aber kompensiert das eben in der Direktion.» Das würde ich sagen. Das machen wir nicht, aber ich werde auf jeden Fall ablehnen.

Transcription
tagblatt.gr.be.ch
Institution
Grand Conseil

Données: OpenParlData · CC BY 4.0