Franziska Geiser · Grünes Bündnis
Franziska Geiser (GB) für die Fraktion: Zuerst einmal vielen Dank den Teilnehmenden des CFD-Mentoringprogramms für die Impulse und für die Erarbeitung der 3 Vorstösse, die wir heute behandeln.
Neben den Partizipationsvorstössen, von denen wir heute ja auch 2 besprechen, sind diese Vorstösse ein Beispiel dafür, wie sich Menschen einbringen können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht selbst im Parlament vertreten sind. Die Form ist vielleicht nicht ganz befriedigend. Besser wäre eine direktere, niederschwelligere Mitwirkung aller Menschen aus Bern. Zumindest sind diese Vorstösse aber ein mögliches Beispiel dafür, wie Partizipation funktionieren kann.
Der Vorstoss, den Mirjam für die Einreichenden vorgestellt hat, sucht eine Lösung für ein bekanntes Problem: der Anwalt, der Taxi fährt, die Ärztin, die Burger verkauft. Wir kennen alle solche Geschichten. Es ist zu hoffen, dass der Einbezug von Schlüsselkompetenzen den Prozess der Stellensuche unterstützt. Im Moment ist es sicher ein guter Zeitpunkt, um zu pushen, dass Migrant*innen Berufe ausüben können, die ihren Qualifikationen, ihren Kompetenzen und auch ihren Interessen entsprechen. Der Fachpersonenmangel hilft da natürlich. An der PH Bern beispielsweise wird im Moment gerade neu ein CAS-Angebot für ausgebildete Lehrpersonen geschaffen, die kein schweizerisches Lehrdiplom haben, damit diese an den Schweizer Schulen unterrichten können. Ich gehe davon aus, dass sich in nächster Zeit auch in anderen beruflichen Bereichen bei den Fachpersonen, die dringend gesucht werden, plötzlich Möglichkeiten und Wege öffnen. Wir müssen darauf beharren, dass der Anspruch, dass auch Migrant*innen sich beruflich ihren Interessen gemäss entwickeln können, immer besteht, auch unabhängig davon, ob es für den Arbeitsmarkt gerade passt.