Yasmin Amana Abdullahi · Junge Grünliberale

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Conseil municipal (BE)4 juil. 2024Yasmin Amana Abdullahi (JGLP) für die

Yasmin Amana Abdullahi (JGLP) für die Fraktion: Obwohl wir grundsätzlich Sympathien haben für Grossveranstaltungen und insbesondere für den Eurovision Song Contest und es sicher auch ein Vorteil wäre, so eine bedeutende Veranstaltung in der Stadt Bern zu haben, sehen wir uns gezwungen, das Geschäft abzulehnen. In Bern wäre wieder richtig etwas los, und es würde sicher auch eine erhebliche Wertschöpfung für den Tourismus mit sich bringen würde. Trotzdem gibt es ein paar Bedenken, die wir nicht einfach ignorieren können. Bern braucht ein angemessenes Risikomanagement. Wir müssen unsere Risiken vollumfänglich kennen und richtig einschätzen können. Beim ESC 2025 sind die Risiken momentan einfach zu gross. Es gibt noch zu viele Unklarheiten. Das Risikomanagement der Stadt Bern ist aus unserer Sicht beim Projekt ESC ungenügend. Ein grosses Risiko stellt die neue Festhalle dar. Die befindet sich zurzeit noch im Bau und soll im März 2025 fertig werden. Der ESC findet schon Mitte Mai statt. Wie bei vielen Bauprojekten besteht auch hier die Gefahr von Bauverzögerungen oder Kinderkrankheiten. Das Risiko darf nicht ausgeschlossen werden. Zudem gibt es einen Mangel an ausreichender Infrastruktur insbesondere bei den Hotelzimmern. Die Zusammenarbeit mit anderen Regionen ist in dem Zusammenhang zwar eine schöne Idee, macht aber die ganze Sache noch einmal viel komplizierter. Ein weiteres Problem stellt die gleichzeitige Organisation der Bea und anschliessend der Euro 2025 Anfang Juli dar. Die zeitliche Nähe und die damit verbundenen logistischen Herausforderungen würden die personellen Ressourcen der Stadt Bern sehr stark beanspruchen. Darüber hinaus ist das vorgeschlagene 2-Standortkonzept zwar eine coole Idee, aber logistisch und auch sicherheitstechnisch sehr kompliziert und teuer. Das stellt einen erheblichen Nachteil gegenüber den anderen Städten dar, die nur mit einem einzigen Veranstaltungsort planen. Der Berner Vorschlag erfordert ausserdem Bundessubventionen, wobei noch unklar ist, ob wir diese wirklich erhalten. Es ist besonders problematisch, wenn andere Städte ihre Bewerbungen ohne zusätzliche Unterstützung des Bundes einreichen können. Wegen der gerade genannten hohen Risiken schätzen wir die Chance, dass die SRG Bern als Austragungsort wählt, als sehr klein ein. Andere Städte haben kleinere Risiken und mehr finanzielle Möglichkeiten. Es ist schade, die Planungsressourcen für eine Bewerbung zu verwenden, die sowieso nur minimale Erfolgschancen hat. Schlussendlich müssen wir auch das finanzielle Argument berücksichtigen. Eine zusätzliche Verschuldung von 7 Mio. Franken ist in der aktuellen finanziellen Lage Berns nicht sinnvoll, auch wenn dieser Event potenziell zu Mehrwert für den Tourismussektor führen könnte.

Zusammenfassend möchte ich betonen, dass wir die Vorstellung des Eurovision Song Contests in Bern sehr toll finden. Trotzdem überwiegen die Risiken und Nachteile deutlich. Der ESC ist einfach eine zu grosse Kiste für eine kleine Stadt wie Bern. Darum lehnt die Fraktion GLP/JGLP/EVP das Geschäft ab und nimmt den Antrag 1 an. Die Anträge 2 und 3 hingegen werden wir ablehnen. Ein Referendum macht hier keinen Sinn und braucht einfach zusätzlich noch einmal viele Ressourcen.

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bern.recapp.ch

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