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Mirjam Roder · Grüne Freie Liste

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Conseil municipal (BE)2 mai 2024Mirjam Roder (GFL) für die

Mirjam Roder (GFL) für die Fraktion: Auch wir möchten für diesen Vorstoss danken und unterstützen dieses wichtige Anliegen. Wir finden auch, dass noch Handlungsbedarf bei der Förderung des Berufseinstiegs bei Migrantinnen besteht und dass es noch relevante Angebotslücken gib. Auch teilen wir die Ansicht, dass Handlungsbedarf bei der Schaffung neuer Finanzierungs- und Zugangswege besteht. Wie der Gemeinderat ausführt, existieren bereits zahlreiche verschiedene Programme. Wir finden aber, dass das Programmspektrum sehr unübersichtlich ist und einige Programme zum Teil wenig bekannt sind. Die Prüfung der Bekanntmachung bestehender Angebote wird im nächsten Traktandum gefordert, welches wir sehr unterstützen – um das gleichwohl vorwegzunehmen. In einer Interpellation haben wir vor 3 Jahren gefragt, ob es eine Übersicht zu allen im Bereich Migration/Integration tätigen Organisationen und deren Aufgaben, Angeboten und Finanzierung gibt. In seiner Antwort hielt der Gemeinderat dazu fest, dass es diese nicht gäbe und er eine solche auch nicht für sinnvoll halte. Die Isa-Fachstelle Migration hat einmal eine nicht abschliessende Zusammenstellung der in diesem Bereich in Bern und Agglomeration tätigen Trägerschaften erstellt. Die Liste beinhaltete 117 verschiedene Trägerschaften mit mehr als 270 Angeboten. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass es viele Doppelspurigkeiten in den Angeboten gibt und andererseits fast alle Organisationen über mangelnde Finanzierung und Ressourcen klagen und darüber, dass die Nachfrage das Angebot übersteige. Wir finden nicht, dass es eine städtische Aufgabe ist, alle Programme bereitzustellen, schon nur deshalb nicht, um nicht als Konkurrentin für die bestehenden, gut funktionierenden und teilweise schon sehr gut etablierten Programme aufzutreten. Hingegen finden wir, dass es eine städtische Aufgabe ist, die Übersicht über diese Programme, die Koordination dieser Programme, die Zugänglichkeit zu diesen Programmen und eben die Bekanntmachung dieser Programme zu übernehmen, wie es in der Motion gefordert wird. Genau das hatten wir vor 2 Jahren auch in einem Postulat gefordert, das übrigens auch von der EVP miteingereicht wurde, und welches dann auch überwiesen wurde. Im Prüfungsbericht verwies der Gemeinderat auf den Kanton und erachtet eine städtische Koordinationsstelle als nicht zielführend. Wir sind aber der Meinung, dass eine bessere Koordination zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten beitragen und dazu führen könnte, dass das Angebotsspektrum für die Benutzer*innen übersichtlicher gestaltet wird und dass die vorhandenen knappen finanziellen Mittel effizienter und zweckmässiger eingesetzt werden. Das für eine solche Koordinationsstelle eingesetzte Geld käme so der Migrationsbevölkerung in doppelter Weise zugute. Nur eine staatliche Stelle hat die dazu notwendige institutionelle Kompetenz.

Da wir dies in einem Postulat schon gefordert hatten, erachten wir eine erneute Prüfung in einem Postulat, wie es der Gemeinderat vorschlägt, nicht als zielführend, und nehmen diesen Vorstoss als Motion an.

Transcription
bern.recapp.ch

Données: OpenParlData · CC BY 4.0