Nadja Günthör · SVP
Der Regierungsrat hat in seiner Antwort aufgezeigt, dass er die Zweisprachigkeit aktiv fördert. Seit 2020 stehen kantonale Mittel für bilinguale Projekte bereit. Zahlreiche Projekte wie VABENE oder «Immersion autrement» liefern Unterrichtsmaterial und begleiten die Schulen beim Aufbau von bilingualem Angebot. Ab 2026 begleitet das Projekt «En route für den bilingualen Unterricht» deutschsprachige Schulen drei Jahre lang auf dem Weg zu immersivem Unterricht. Auch die Bundes- und Kantonsbeiträge fördern bestehende Projekte auf allen Stufen: von der Volksschule über die Berufsschule bis zur Hochschule.
Mit anderen Worten: Die Strukturen und Ressourcen für bilinguales Angebot existieren. Die Gemeinden können heute zweisprachige Klassen einführen. Es braucht keinen Vorstoss. Deshalb ist dieser Vorstoss nicht notwendig. Wir stehen vor einem Bildungssystem, das zunehmend komplexer wird, mit vielen parallelen Programmen, Pilotprojekten und Förderungsinstrumenten. Statt neue Rahmenbedingungen und zusätzliche Verpflichtungen zu fordern, ist es jetzt sinnvoll, aufzuräumen und Klarheit zu schaffen. Wir haben genügend Instrumente, um bilingualen Unterricht zu fördern, ohne den Kanton zusätzlich zu belasten.
Die Förderung der Zweisprachigkeit wird unterstützt. Wir begrüssen die bisherigen kantonalen Projekte und Mittel. Wir haben keinen Bedarf für einen neuen Vorstoss, der nur zusätzliche Bürokratie und neue Anforderungen schafft. Wer bilingualen Unterricht will, kann ihn mit den bestehenden Mitteln realisieren. Die SVP-Fraktion lehnt die Motion geschlossen ab. Bei einem Postulat gibt es vielleicht den einen oder anderen, der ihm zustimmen kann. Merci vielmals.