Melanie Gasser · GLP
Die erhobenen Zahlen in Frankreich zeigen, dass das Risiko nicht sehr gross ist, aber es ist eben auch nicht inexistent. Der gesunde Menschenverstand sagt uns doch, dass das Risiko durch eine Alkoholisierung, auch wenn es eine leichte sein mag, steigt und gerade das Schiessen ist doch eine Präzisionsarbeit. Wer schon einmal auf eine Zielscheibe geschossen hat – ich kann mich dazuzählen – weiss haargenau, dass es viel Konzentration braucht und ein ganz ruhiges Händchen. Alkohol trübt genau diese Sinne. Es geht ja auch nicht darum, dass wir den Alkohol ganz verbieten wollen, aber halt einfach in einem Mass, in dem man sich noch genügend konzentrieren kann, so wie auch im Strassenverkehr.
Es geht mir hier auf gar keinen Fall um eine grundsätzliche Kritik an der Jagd. Die Jägerschaft nimmt eine wichtige Rolle ein im Kanton. Es ist nicht nur ein Hobby. Die Jägerschaft trägt einen grossen Beitrag zu unseren Wäldern bei, mit der Hege und der Pflege. Sie leisten einen grossen Beitrag für unsere Natur und nicht zuletzt ist der Abschuss wichtig für das Gleichgewicht der Artenvielfalt in den Wäldern. Ich bin weder Veganerin noch Vegetarierin – gut, der Tierschutz lag mir schon immer am Herzen – aber nicht zuletzt schätze auch ich im Herbst ein Rehschnitzel auf dem Teller. Es geht also wirklich nicht um die grundsätzliche Kritik an der Jagd. Ich bin auch überzeugt, dass der allergrösste Teil der Jäger sehr vorbildlich handelt, aber auch da gibt es halt eine kleine Dunkelziffer, die nicht so tut, wie sie sollte.
Es geht auch darum, die gesamte Reputation der Jägerschaft zu schützen und dass wir reagieren können, wenn sich manche Leute nicht so verhalten, wie sie sollten, und sich nicht an die neue State of the Art der Jägerschaft halten, die heute sagt, dass es selbstverständlich sei, dass man nicht betrunken jagen geht. (Der Präsident bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / Le président demande à l’oratrice de conclure.) Ich glaube, für die meisten ist es selbstverständlich, aber nicht für alle.
Es geht darum, das Tierwohl zu schützen, wenn man nicht richtig trifft, aber es geht auch darum, dass ich mich als Pilzsammlerin im Herbst im Wald doch ein bisschen wohler fühle, wenn ich weiss, dass keine Jäger schiessen, ... (Der Präsident bittet die Rednerin erneut, zum Schluss zu kommen. / Le président demande encore une fois à l’oratrice de conclure.) ... die bereits zwei, drei Biere getrunken haben. Danke vielmals für die Aufmerksamkeit.