Sven Heunert · SP
Als SP-Fraktion sind wir gegen jegliche Zweiklassengesellschaft, welche ein Depotprinzip befeuern würde, weil sich nur noch diejenigen Einsprachen leisten könnten, die auch das Geld dafür aufwerfen können. Wir wollen an dem Grundrecht der Einsprachen festhalten. Wir sind uns aber auch bewusst, dass genau auch die Gemeinden unter solchen unbegründeten Einsprachen leiden, wenn es z.B. im Hinblick auf die gewünschte innere Verdichtung darum geht, den nötigen Infrastrukturausbau wie Schulen bewilligen zu lassen. Solche Einsprachen kommen aber oft auch von Eigentümerschaften, die sich ein solches Depot ohnehin leisten könnten. Wir erhoffen uns letztendlich auch eine Lösung aufgrund der Bestrebungen auf Bundesebene zur Schaffung einer gesetzlichen Grundlage in Art. 33 des Raumplanungsgesetzes (RPG) für ein Kostenrisiko bei Einsprachen.
Auch als Postulat lehnt die SP-JUSO-Fraktion den Vorstoss grossmehrheitlich ab.
Noch kurz ein kleiner Hinweis zu Ziffer 1, den Gemeinden eine Möglichkeit zu geben. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es kann doch nicht sein, dass am Schluss in jeder Gemeinde ein unterschiedliches Vorgehen umgesetzt wird.