Samuel Kullmann · EDU
Grosser Rat (BE)1 dic 2022
Samuel Kullmann, Thun (EDU), Einzelsprecher. Ich kann mich kurz halten. Ich spreche als Einzelsprecher und lege gleich meine Interessenbindung offen: Ich konsumiere ungefähr 50 Gramm Zucker pro Tag. Das ist etwa ein Drittel des Schweizer Durchschnitts, doch ist es eigentlich immer noch zu viel. Wenn ich etwas von der Fraktionsmeinung abweiche, dann nicht, weil ich gegen die Förderung des Selbstversorgungsgrads in der Landwirtschaft bin. Im Gegenteil, die Ernährungssicherheit ist mir sehr wichtig. Ich bestreite aber ganz klar, dass Zucker ein Grundnahrungsmittel ist.
Der menschliche Körper braucht vieles, aber er braucht keinen Zucker, im Gegenteil. Man kann sagen, je weniger, desto besser. Der Zuckerkonsum ist eine Belastung für unser Immunsystem. Eine Auswertung von 250’000 Studien zu Covid-Krankheitsverläufen der ETH Lausanne hat sogar ergeben, dass ein hoher Blutzuckerspiegel einen schweren Covid-Verlauf begünstigt. Ich komme zum Schluss: Zucker sollte viel mehr als Freizeitdroge betrachtet werden, die man idealerweise in Massen konsumiert. Das würde enorme Gesundheitskosten sparen. Es gibt daher für die Politik keinerlei Handlungsbedarf in diesem Bereich.