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Simone Leuenberger · EVP

de
Grosser Rat (BE)11 jun 2024
Simone Leuenberger, Uettligen (EVP), Fraktionssprecherin. Ja, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung ist es auch schon besser gestanden. Immer mehr Leute brauchen psychiatrische Versorgung. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Ärzte und Ärztinnen müssen immer häufiger auf eine fürsorgerische Unterbringung zurückgreifen, um eine Versorgung doch noch zu ermöglichen. Den Schaden, den die Unterversorgung bei Patientinnen und Patienten anrichtet, dürfen wir nicht unterschätzen.

Entlastung bringen Angebote wie das Freizeitzentrum Metro oder das Recovery College. Es sind niederschwellige Angebote. Die Freiwilligkeit wird grossgeschrieben. Niemand muss, aber alle dürfen, und genau das ist wichtig. Soziale Kontakte pflegen zu können, sich auszutauschen, Neues zu lernen, in einem Rahmen, der nicht schon zum vornherein Angst macht oder ausschliesst. Zurück ins Leben finden, mit oder ohne psychischer Krankheit oder Behinderung.

Klar, man kann jetzt die bedarfsgerechten Angebote und Strukturen abreissen, dann merken, dass sie schon ihre Berechtigung gehabt hätten, und man es eigentlich dringend bräuchte, dann mit viel Aufwand, auch finanziellem, neue solche Strukturen und Angebote aufbauen. Da wir im Kanton Bern nicht das Geld haben, um es zum Fenster hinauszuschiessen, und auch die Leute, die solche Angebote auf die Beine stellen, nicht Schlange stehen, ist es aus Sicht der EVP-Fraktion fahrlässig, diese Motion abzulehnen.

Wir stimmen der Motion in allen verbleibenden Punkten zu.

Transcripción
tagblatt.gr.be.ch
Institución
Grosser Rat

Datos: OpenParlData · CC BY 4.0