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Barbara Nyffeler · Sozialdemokratische Partei

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Stadtrat (BE)17 oct 2024Barbara Nyffeler (SP) für die Fraktion

Barbara Nyffeler (SP) für die Fraktion: Bei diesem Geschäft kommen mehrere Themen zusammen, die aktuell und relevant sind. Es geht hier auch um Verkehr und Parkplätze, es geht um Grün und Freiräume und es geht um Sport und Sportanlagen. Die Diskussion rund um die Zukunft der beiden Allmenden ist deswegen ziemlich herausfordernd. Im Nordquartier und im Stadtteil 4 wird die Diskussion seit längerem intensiv, teilweise auch emotional geführt, und die Meinungen gehen bei dem Geschäft nicht unbedingt entlang der traditionellen Parteilinien. Fakt ist: Die heutige Situation ist unbefriedigend. Im Vortrag ist die Ausgangslage ausführlich und sehr gut beschrieben. Vielen Dank.

Ich will 2 Punkte herausstreichen, die für uns, für die SP-Juso-Fraktion, in dieser Allmendendiskussion wichtig sind. Bereits heute finden auf der Allmend viele verschiedene Nutzungen statt, Breitensport aber auch Leistungssport, zum Teil Randsportarten, und Freizeitaktivitäten vom Drachenfliegen bis hin zu Hündelern. Die Allmenden sind kein Brachland, das wir jetzt völlig neu denken können. Auch historisch gesehen ist die Nutzung der Allmenden immer wieder neu verhandelt worden und es war auch nicht so, dass "allmend" früher geheissen hat, es gehöre einfach allen. Ganz im Gegenteil, hat mir ein Historiker gesagt. Wer einer Korporation angehört hat, hat sie nutzen dürfen, die anderen sind aussen vor geblieben. Und auch die Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren können wir jetzt nicht einfach zurückdrehen. Der andere Aspekt im Raum Wankdorf sind die beiden Allmenden, die einzigen grossen und nicht bebauten Freiflächen in einem Gewirr von Strassenschienen, Gewerbebauten, Eventhallen und mehr. Wir sind der Meinung, dass man die Neuordnung Allmenden jetzt einmal vom Ergebnis her denken sollte. Und für uns SP-JUSO-Fraktion ist die Frage wichtig, dass die grossen nicht versiegelten Frei- und Grünräume erhalten bleiben müssen und dass die vielfältigen Nutzungen, die heute sehr niederschwellig sind für die Sportvereine und für die Bevölkerung sichergestellt bleiben müssen. Deswegen sehen wir zum Beispiel exklusive Nutzungen – auch YB-Felder – eher kritisch. Und ebenfalls ist für uns die Idee, auf der grossen Allmend eine Einstellhalle zu bauen, um es mal so zu sagen, nicht gerade ganz einfach. Aber ohne die Ersatzlösung für die bestehenden oberirdischen Parkplätze gibt es in absehbarer Zeit auch keine Neuordnung der Allmenden. Und das ist unbefriedigend. Und ohne den einen Eckpunkt jetzt ansetzen, um weiter zu planen, ist auch sinnfrei.

Wenn wir heute einer Erhöhung des Planungskredits um 1,32 Mio. Franken zustimmen und Stand heute halt auch Ja sagen zur weiteren Planung einer Einstellhalle, dann sagen wir Ja zu einem Prozess, in dem die künftige Nutzung beider Allmenden transparent und öffentlich verhandelt wird, und in diesem Rahmen sollen und müssen sich alle interessierten Kreise äussern, nicht nur die unmittelbar Betroffenen. Mit einem Ja zu dem Geschäft – ich betone das – sagen wir als SP-JUSO-Fraktion nicht Ja zu bestimmten Nutzungen oder zum Bau einer Einstellhalle. Dazu wird mindestens eine Volksabstimmung nötig sein, und wir werden uns zu diesem Zeitpunkt auch frei äussern, wenn ein konkretes Projekt vorliegt. Aber heute sagen wir Ja zum vorliegenden Geschäft, halt auch etwas zähneknirschend mit Einstellhalle. Die Anträge behandeln wir wie folgt: Die PVS-Anträge nehmen wir an. Die Anträge GB/JA! lehnen wir ab und auch den Antrag GFL lehnen wir ab.

Transcripción
bern.recapp.ch
Institución
Stadtrat

Datos: OpenParlData · CC BY 4.0