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Monika Stampfli · GLP

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Grosser Rat (BE)26.11.2024
Monika Stampfli, Nidau (GLP), Fraktionssprecherin. Wie die Grünliberalen zur Finanzierung der Landeskirchen stehen, das ist bekannt und trotzdem wurde der Antrag, in Zukunft das Haus der Religion in Bern finanziell zu unterstützen, länger diskutiert. In der aktuellen geopolitischen Lage mit diesen unzähligen Kriegsherden haben einige von uns das Bedürfnis, den Dialog der Kulturen auch in Sachen Frieden in unserem Kanton aktiv zu fördern.

Frieden und Religion; Gehören diese beiden Worte überhaupt zusammen? In den Nachrichten hört man häufiger von Krieg und Religion, und doch hat jede Weltreligion auch eine Friedensbotschaft.

Im Buddhismus oder auch im Hinduismus soll kein Lebewesen mit Absicht verletzt oder getötet werden. Auch im Judentum soll das Volk in Frieden mit sich selbst, untereinander, mit den Nachbarvölkern und mit Gott leben. Die Christen bzw. Jesus geht sogar so weit zu sagen: «Wenn dich einer schlägt, halt ihm auch noch die andere Wange hin.» Und vom Propheten Mohammed wird überliefert: «Ein Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Menschen sicher sind.»

Das Haus der Religionen – Dialog der Kulturen feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Über 33’000 Besucher und Besucherinnen aus allen Teilen der Schweiz und auch aus dem Ausland gehen hier jährlich ein und aus. 147 öffentliche Veranstaltungen haben 2023 stattgefunden. Dass wir im Kanton Bern ein Haus haben, in dem diverse Religionen friedvoll zusammenleben, macht Hoffnung.

Die Fraktion der Grünliberalen bleibt nach der Diskussion gespalten. Die Motion hatte ganz klar keine Chance. Das Postulat wird von etwas weniger als der Hälfte unterstützt, und ganz wichtig: Die finanzielle Unterstützung sehen wir von den Grünliberalen einzig für den Dialog und nicht für die Ausübung der Religion per se.

Wortprotokoll
tagblatt.gr.be.ch
Institution
Grosser Rat

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0