Katja Streiff · EVP
Das Haus der Religionen ist ein Ort, welcher nicht nur religiöse Einrichtungen wie Kirchen, Moscheen und Tempel unter einem Dach vereint, sondern – und das ist ganz wichtig – auch eine Plattform für Austausch und Lernen bietet. Mit Bildungsangeboten, interkulturellen Workshops und Programmen zur Konfliktbewältigung trägt es aktiv dazu bei, gegenseitiges Verständnis zu schaffen und ein respektvolles Miteinander zu fördern.
Jährlich besuchen rund 30’000 Menschen diesen Dialograum, ein Zeichen dafür, dass das Interesse und der Bedarf an den solchen Begegnungsstätten gross sind und dass die Arbeit des Hauses der Religionen über die Stadt Bern hinaus eine Bedeutung hat. Mit seinem Engagement leistet der Verein Haus der Religionen einen unverzichtbaren Beitrag zur Religionspolitik unseres Kantons Bern und zu unserem friedlichen Zusammenleben.
Angebote und Orte, die den Dialog fördern, friedlich und offen, sind aus Sicht der EVP zu stärken und vor allem auch zu unterstützen. Unsere Welt braucht solche Orte und das auch im Kanton Bern. Die Förderung des Dialogs zwischen den Religionen, wie ihn dieses Haus macht und ermöglicht, hilft, Konflikte zu vermeiden und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Es ist bereits international bekannt und wird auch von der Stadt Bern und durch Spenden unterstützt.
Um diese wichtige Arbeit aber langfristig zu sichern, braucht es auch die Unterstützung des Kantons. Für die EVP-Fraktion ist deshalb klar, dass es eine solide Finanzierung braucht, um diese wertvolle Arbeit auch langfristig sichern zu können. Es freut uns, dass auch der Regierungsrat überzeugt ist, dass das Haus der Religionen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Frieden leistet und der Unterstützung positiv gegenübersteht. Dass er schreibt, dass man die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine solche Unterstützung sorgfältig abklären und gegebenenfalls sogar schaffen muss, das ist für die EVP-Fraktion nachvollziehbar und auch ein guter Weg. Damit geben wir der Institution die Chance, ihre wichtige Arbeit für den interreligiösen und interkulturellen Dialog zu sichern.
Die EVP-Fraktion folgt deshalb dem Antrag des Regierungsrates und unterstützt diese Motion als Postulat einstimmig. Merci.