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Melanie Gasser · GLP

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Grosser Rat (BE)10.09.2025
Melanie Gasser, Ostermundigen (GLP), Motionärin. Ich danke für die angeregte Debatte und auch für das wichtige Statement unserer Bildungsdirektorin.

Ich bin froh, und die Beantwortung hat das auch gezeigt hat, dass der Regierungsrat den Handlungsbedarf sieht. Und da bin ich sehr froh darüber. Und ich muss vielleicht auch noch etwas bisschen korrigieren und der Bildungsdirektorin Recht geben: Der Kanton Bern hat einmal geschlafen, es ist einfach schon sehr lange her. Man kann es nicht wagen, zu behaupten, dass der aktuelle Regierungsrat hat geschlafen habe. Nein, er hat in den letzten Jahren sehr viel gemacht. Aber vor 20, vor 30 Jahren, damals hatte man das Momentum eigentlich verpasst, um in die Zukunft zu schauen und zu sehen, dass es Schwierigkeiten auslösen könnte, und dass man schon damals das Medizinstudium hätte stärken müssen.

Für uns Motionäre ist klar, dass wir an der Motion festhalten wollen. Warum? Wir brauchen keinen weiteren Bericht. Wir wissen, dass der Regierungsrat gut unterwegs ist. Und wenn es uns für Investitionen braucht, dann holen Sie uns ab. Aber wir wollen einfach die Zeit nicht verstreichen lassen und in zwei Jahren einen Bericht vorgelegt bekommen. Wir wollen in zwei Jahren lieber sehen, dass Sie konkrete Schritte unternommen haben. Und wenn Sie in zwei Jahren die Studienplätze vielleicht noch nicht geschafft haben, aber auf gutem Weg sind, es aber vielleicht noch ein bisschen Zeit braucht, dann werde ich sicher nicht mit Ihnen schimpfen. Aber ich will Ihnen diesen Umweg eines Berichts ersparen.

Deshalb haben wir es bewusst auch so offen formuliert, sodass Sie die nötigen Schlüsse ziehen können: Wie viele Studienplätze braucht es, in welcher Zeit können wir sie realisieren, sodass die Infrastruktur Schritt halten kann, dass die Qualität in der Ausbildung Schritt halten kann. Diesbezüglich legt der Grosse Rat mit der Überweisung dieser Motion das Vertrauen in den Regierungsrat.

Und wie gesagt, wir haben heute vieles gehört, die Drop-out-Rate, die wir richtigerweise prüfen müssen, die Administration... Und diesbezüglich ist die Bildungsdirektion auch sehr vorbildlich unterwegs. Wir haben vor zwei Jahren einen Vorstoss eingereicht, mit dem wir ein interprofessionelles Institut verlangt haben, das genau an der Medizinischen Fakultät die Grundversorgung enger zusammenbringen will, und mit dem genau solche administrativen Hürden in der Zusammenarbeit künftig vermindert werden sollen, indem die Fachdisziplinen näher zusammenrücken. Also, dafür auch ein Danke an die Bildungsdirektion, dass sie das vorantreibt und uns bei der Realisierung des interprofessionellen Instituts weiterhin unterstützen wird.

Ich wandle also nicht, ich halte in allen Punkten an der Motion fest und danke Ihnen, wenn Sie mich unterstützen.

Wortprotokoll
tagblatt.gr.be.ch
Institution
Grosser Rat

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0