Rede
Im Garten, im Wald oder in all diesen vielen, vielen anderen ausserschulischen Lernorten, die wir Ihnen in der Antwort zu Ziffer 7 aufgeführt haben, können Sie sehen, was der Kanton Bern heute alles macht, welche Möglichkeiten wir schon alles haben, dass wir diese auch unterstützen, und dass es uns wichtig ist, dass Kinder eben das Verständnis für die Natur entwickeln, sich in der Natur aufhalten und sich mit all diesen Fragen befassen können. Es ist uns wichtig, deshalb engagieren wir uns sehr im Bereich der ausserschulischen Lernorte. Wir haben Ihnen in der Antwort zu Ziffer 7 aufgeführt, was das heute alles ist, und das ist nicht abschliessend, da kann immer noch mehr hinzukommen.
Aber wenn wir jetzt von schuleigenen Schulgärten reden, dann verstehe ich schon, wie wertvoll es sein könnte, wenn man mit den Kindern gerade jetzt schon anfangen würde, das irgendwie vorzubereiten und nachher etwas zu säen und nachher zu schauen, wie das keimt, und wie das wächst, und wie man dann im Herbst ernten kann. Das ist selbstverständlich wunderbar, dort, wo das funktioniert. Es haben doch einige Schulen einen Schulgarten, pflegen ihn gut, haben Freude daran, und die Kinder können das erlernen und erfahren.
Aber der Betrieb eines solchen Schulgartens ist auch mit Aufwand und Pflege verbunden und das nicht mit wenig. Dessen müssen wir uns schon bewusst sein, das ist nicht einfach so: Jetzt haben wir einen und nachher schaut dann schon jemand. Nein, wahrscheinlich schaut dann von Anfang Juli bis Anfang August eben fast niemand. Und ich möchte nicht, dass wir hier die Haltung vertreten, es müsse so sein.
Es darf sein, darum nimmt die Regierung das Postulat an. Wir machen schon sehr, sehr, sehr viel. Sie sehen es unter Ziffer 7. Wir möchten, dass jede Gemeinde auch weiterhin selber abschätzen soll, ob sie einen solchen Schulgarten führen will und führen kann, ob sie das leisten kann. Deshalb sind wir der Meinung, dass gerade angesichts dieser vielen Alternativen, die wir für die Schulen bieten, das durchaus reicht, wenn wir die Offenheit haben zu sagen: «Das nehmen wir als Postulat an». Es ist wunderbar dort, wo es das gibt. Es soll bestehen können, aber wir machen heute schon sehr viel. Wir sind Ihnen deshalb dankbar, wenn sie dieses Postulat annehmen und anschliessend gleich abschreiben. Merci vielmals.