Jürg Rothenbühler · Die Mitte
Es wird manchmal gesagt, die Energieberatungsstellen bräuchte es nicht mehr, denn das könnten ja die Unternehmer machen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Ich sehe das leider nicht ganz so. Wenn ein Kunde seine Heizung ersetzen will, geht er dementsprechend zu einer Heizungsfirma. Diese macht die Beratung zur Heizung sicher gut, davon bin ich überzeugt, aber vielleicht wäre es eben sinnvoller gewesen, der Kunde hätte zuerst die Wände gemacht und erst nachher die Heizung, dementsprechend kleiner, eingebaut.
Jetzt höre ich dann sicher vom einen oder anderen, dass dies ja eigentlich auch die Heizungsfirma sagen könnte, dass er zuerst die Wände machen und nachher die Heizung ersetzen solle, aber das wird eben nicht gemacht. Die Heizungsfirma will ja logischerweise ihre Heizung als ihr Produkt einbauen, und darum fehlt eben der Gesamtüberblick. Genau für diese Geschichte brauchen wir eine Energieberatungsstelle, die diesen Gesamtüberblick und die Gesamtberatung einem Bauwilligen relativ kurz und knapp mitteilen kann. So werden natürlich auch die Fördermittel gezielter eingesetzt, die ja die öffentliche Hand spricht.
Die Mitte würde gerne der BaK-Mehrheit zustimmen, aber angesichts des knappen Budgets, an dem wir immer wieder ein bisschen hängenbleiben hier im Kanton Bern, sind wir mit dem Mittelweg, den die Regierung vorschlägt, mit 1,18 Franken, einverstanden. Den Antrag der BaK-Minderheit, nur 1 Franken zu geben, werden wir ebenfalls nicht unterstützen.