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Tanja Zschokke · GRÜNE

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Kantonsrat (SG)01.12.2025Mitglied des Kantonsrates

Zschokke-Rapperswil-Jona (im Namen von Zschokke-Rapperswil-Jona / Noger-Engeler-Häggenschwil / Thür-Wenger-Rorschach): Die Interpellantinnen sind mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden.

Zugegeben, wir haben auf dieser Welt grössere Herausforderungen zu bewältigen, als die Problematik verwilderter Katzen anzugehen. Es könnte jedoch mit wenig Aufwand, aber mit gutem Willen viel Tierleid vermieden werden. Dieser Wille fehlt offenbar sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene. Die Interpellantinnen teilen die Meinung der Regierung, dass die Population von verwilderten Katzen dynamisch und nur schwer fassbar ist. Auch ist hinlänglich bekannt, dass die Verantwortung für das Tierwohl bei den jeweiligen Halterinnen oder Haltern liegt und die Tierschutzgesetzgebung vorschreibt, was erlaubt und was nicht erlaubt ist.

Nun gibt es Katzen, wie im Wortlaut der Interpellation geschildert, die keinem Halter, keiner Halterin oder keinem Haushalt zugeordnet werden können. Die Verantwortlichkeit für diese Tiere ist alles andere als geklärt. So können weder per Gesetz noch per Verordnung natürliche oder juristische Personen belangt werden. Mit Anreizen fürs Chippen oder Registrieren mit gleichzeitiger Aufklärung über die Problematik der Verwilderung könnte viel Tierleid gemindert werden. Verantwortungsvolle Tierhalterinnen und Tierhalter gibt es bereits heute. Verantwortung übernehmen müssen aber alle, sowohl bei der Anschaffung eines Gross- als auch eines Kleintiers. Für den Vollzug des Tierschutzes brauchen wir offenbar weitere Instrumente, damit uns in Zukunft keine Nachrichten über verwahrloste oder kranke Tiere mehr erreichen.

Wortprotokoll
sg.recapp.ch
Institution
Kantonsrat

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0