Sandra Hess · FDP

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Grosser Rat (BE)05.03.2025
Sandra Hess, Nidau (FDP), Fraktionssprecherin. Ja, der Standort in Hondrich ist ein Inforama-Standort. Wir haben hier im Rat schon mehrfach bestätigt, dass wir den Ausbildungsbetrieb dort erhalten wollen, an diesem Standort. Nun haben wir gehört: Der Ausbildungsbetrieb oder Landwirtschaftsbetrieb, der für Ausbildungszwecke genutzt wird, ist einfach in die Jahre gekommen und muss saniert werden respektive es braucht eben einen Neubau. Und, ganz wichtig eben auch: Der Tierschutz ist dort nicht mehr gewährleistet.

Es ist ja selbstverständlich, wenn wir einen Ausbildungsbetrieb haben ... – Also, es muss sowieso selbstverständlich sein, dass der Tierschutz gewährleistet ist, aber gerade bei einem Ausbildungsbetrieb des Kantons ist es noch umso wichtiger, dass man darauf achtet.

Wir haben jetzt in Zusammenhang mit diesem Standort sehr viel über technische Fragen gehört. Ich möchte das Augenmerk noch darauf richten, dass wir hier von einem Ausbildungsstandort reden. Wir bilden dort junge Landwirtinnen und Landwirte aus. Damit diese von der neusten Technologie profitieren können, damit sie in ihrem Ausbildungsbetrieb eben erfahren, was es braucht, um heute nach neusten Standards zu geschäften und zu wirtschaften, ist es doch absolut normal, dass wir diesen jungen Leuten dort auch die neusten Technologien vermitteln.

Dass das einen gewissen Preis hat, liegt auch auf der Hand. Wir haben es schon heute Morgen gehört und heute Nachmittag auch wieder. Wenn es um Unibauten, um Schulbauten geht, reden wir von Quervergleichen, von Laborflächen: ob das irgendwo im Quervergleich liegt, ob das im Benchmark schlüssig ist. Hier können wir das wahrscheinlich weniger gut machen, weil wir das ja auch nicht alle Tage bauen. Aber dass es einen gewissen Mehrpreis bringt pro Einheit, pro Grossvieheinheit, ist wohl klar, glaube ich. Deshalb finde ich die hier gemachten Vergleiche von Kleinwagen und Luxuskarossen nicht wahnsinnig hilfreich, weil man einfach Äpfel mit Birnen vergleicht.

Ich habe auch das Argument gehört, das sei ein Betrieb, der im Sommer dann leer steht. Auch das ist eigentlich nicht neu bei Ausbildungsbetrieben. Es ist bei jeder Schule so, es ist bei jeder Universität so, es ist bei allen Laboren so, dass während den Semesterferien diese Gebäude eben nicht genutzt werden. Auch das gehört nun mal zur Ausbildung oder zum Ausbildungsbetrieb. Also, dieses Argument überzeugt uns nicht. Wir bitten darum, dass man doch versucht, solche Geschäfte ein bisschen mit gleichen Ellen zu messen.

Betreffend die Auflage zur Solaranlage muss ich sagen, dass wir nun hier Grossratsbeschlüsse im Realitätscheck haben. Wir haben hier im Rat schon mehrfach beschlossen, dass Neubauten mit Solaranlagen ausgestattet werden sollen. Und ja, jetzt sehen wir hier einmal eins zu eins, was das eigentlich heisst, und jetzt müssen wir uns die Frage stellen: Bringen wir den Strom weg? Ich bin gespannt auf die Antwort des Regierungsrates.

Den Antrag Matti konnten wir nicht diskutieren. Deshalb kann ich hier die Fraktionshaltung nicht bekanntgeben. Aber ich bin gespannt auf die Ausführungen des Regierungsrates zur Frage, was mit diesem Strom geschieht, ob er gepoolt werden kann, ob er irgendwo in einem Verbund aufgefangen werden kann oder wie es sich verhält. Ich habe gehört, dazu gebe es entsprechende Antworten. Deshalb kann ich zur Haltung der FDP zu dieser Auflage nichts sagen. Das werden wir jetzt gleich hören – je nach Antwort. Aber dem Kredit werden wir zustimmen.

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