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Markus Wenger · EVP

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Grosser Rat (BE)06.09.2023
Markus Wenger, Spiez (EVP), Einzelsprecher. Ich störe Sie nur ungern bei Ihren Gesprächen, und trotzdem scheint mir wichtig, noch einmal auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte einzugehen. Ich habe von der EDU und der GLP, von Simon Ryser im Speziellen, gehört, dass es betriebswirtschaftlich keinen Sinn mache.

Aber, liebe Grossratsmitglieder, die Betriebswirtschaft besteht nicht aus subventionierten und nicht-subventionierten Beiträgen, sondern es gibt einen sogenannten Skaleneffekt, Simon. Wenn ich den Skaleneffekt bildlich auslege, heisst es nichts anderes, als wenn ich ein Züglein habe, das von Zweisimmen nach Spiez fährt, und das in Spiez mit 20 Personen ankommt. Es ist betriebswirtschaftlich eine andere Rechnung, wenn das gleiche Züglein in Spiez mit 200 Personen ankommt. Und genau diesen Effekt – was muss man machen, damit man mit einem Skaleneffekt einen Fortschritt erreicht? – müsste man mit so einem Bericht hinterfragen.

Wenn ich heute hier in Bern mit dem ÖV einen Weg in einem vernünftigen Bereich zurücklege, kostet mich das in der Regel keine 5 Franken. Wenn ich aber von den Hügeln, von Blumenstein oder irgendwo vom Stechelberg runter eine vernünftige Distanz zu einem Arbeitsort oder so zurücklegen muss, reichen in der Regel 10 Franken nicht.

Das ist das heutige Modell. So werden wir mit den Schwellen, die wir mit der ÖV-Initiative jetzt überschreiten sollten, keinen Erfolg haben. Deshalb müssen wir diese Effekte unbedingt mitberücksichtigen. Damit man das machen kann, braucht es hier eben das grüne Knöpfchen.

Wortprotokoll
tagblatt.gr.be.ch
Institution
Grosser Rat

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0