Peter Zumbrunn · SVP

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Grosser Rat (BE)14.09.2023
Peter Zumbrunn, Brienz (SVP), Einzelsprecher. Was wir hier im Saal besprechen und schlussendlich auch beschliessen, hat ja auch Auswirkungen auf die Gemeinden. Und hier sind ja sehr viele Gemeindevertreter anwesend, und ich bin sicher, dass meine Vorrednerin, die auch in einer Gemeinde tätig ist, und mein Vor-Vorredner, der geschätzte Urs Graf, der Gemeindepräsident von Interlaken war, es ein bisschen anders anschauen, wenn sie es in ihrer Gemeinde besprechen.

Ich habe mich in meiner Gemeinde erkundigt, wie das eigentlich bei uns aussieht. Ca. 25 Prozent der Steuerzahler zahlen 80 Prozent des Steuervolumens. Wir brauchen die gutverdienenden Leute; wir brauchen die Leute, die viele Steuern zahlen. Das ist richtig, und sie leisten auch ihren Beitrag.

Aber es gibt auf einmal Schwellen. Wir haben ja auch andere Diskussionen, in denen wir sagen, wenn wir als Kanton nicht ein attraktiver Arbeitgeber sind, gehen die gut ausgebildeten Leute in die Nachbarkantone arbeiten. Wir haben diese Situation aber auch bei den Steuerzahlern. Es gibt auf einmal eine Schmerzgrenze, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen. Wenn die Differenz auf einmal zu gross wird, wenn ich ins Auto steige, 15 Minuten in einen anderen Kanton fahre, wo es auch einen See hat, wo ich auch auf den See hinuntersehe, wo ich auch nahe an einer Stadt wohne – wie Luzern, wo dann halt der Stadtpräsident nicht Raphael Lanz heisst, sondern ein bisschen anders, aber das ist dann nicht der Grund, weshalb ich nicht umziehe ...

Dann wird es einfach auf einmal schwierig für die Gemeinden, wenn die guten Steuerzahler abfliessen. Wir müssen uns dessen bewusst sein. Ich habe in meinem Bekanntenkreis bei einem Beispiel ausrechnen lassen, was das bedeuten würde. Sie wohnt jetzt in Lungern, und wenn sie in den Kanton Bern käme, würde sie auf einen Schlag 7000 Franken mehr Steuern bezahlen – 7000 Franken mehr Steuern zahlen.

Und damit ich transparent bin: Ja, ich bin auch einer von denen, ich verdiene recht gut Geld. Ich bin nicht reich durch Erbschaft, ich habe einfach ein wenig versucht, es zu erarbeiten. Ich zahle gut Steuern. Ich bin auch stolz, dass ich diese Steuern bezahle. Aber wenn ich ins Auto steige und 15 Minuten fahre, dann spare ich im Jahr zwischen 13’000 und 15’000 Franken. (Der Präsident bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / Le président demande à l’orateur de conclure.) Merci, dass Sie es auch als Postulat ablehnen, danke.

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Institution
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