CL

Corina Liebi

Aktiv
Junge Grünliberale
StadtratVI - Bümpliz-Oberbottigen

Mandat
Partei
Junge Grünliberale
Parlament
Stadtrat
Wahlkreis
VI - Bümpliz-Oberbottigen
Sitznummer
64
Parlamentsseite
Offizielles Profil
Persönliches
Geschlecht
Weiblich
Geboren
1995
Beruf
Politik- und Kommunikationsberaterin Digitalisierung & AI
Sprache
Deutsch
Referenzen & Quelle
Quell-Körperschaft
351
Datensatz aktualisiert
06.07.2026
Erstmals importiert
14.08.2025
Abstimmungsverhalten(1941)
  1. Enthalten
    Stadtrat
    Ergebnis: 43 Ja · 5 Nein · 13 Enth. · 18 Abwesend
  2. Abwesend
    Stadtrat
    Ergebnis: 43 Ja · 20 Nein · 1 Enth. · 15 Abwesend
  3. Abwesend
    Stadtrat
    Ergebnis: 9 Ja · 48 Nein · 1 Enth. · 21 Abwesend
  4. Abwesend
    Stadtrat
    Ergebnis: 52 Ja · 6 Nein · 2 Enth. · 19 Abwesend
  5. Abwesend
    Stadtrat
    Ergebnis: 13 Ja · 38 Nein · 5 Enth. · 23 Abwesend
Interessenbindungen(6)
Zutrittsausweise

Keine Zutrittsausweise vergeben.

Reden(54)
  1. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 10: Motion: Erwerbsanreiz statt Ruhestandsrente – Anpassung der Gemeinderatsrenten; Abschreibung
  2. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 10: Motion: Erwerbsanreiz statt Ruhestandsrente – Anpassung der Gemeinderatsrenten; Abschreibung
  3. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 9: Motion: Pilotprojekt hindernisfreies und inklusives Bauen; Annahme als Richtlinie
  4. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 7: Postulat: Prävention sexualisierter Gewalt im Berner Nachtleben; Annahme
  5. Rede
    Digitalstrategie 2025Nr. 2025.PRD.0042
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 14: Digitalstrategie der Stadt Bern; Genehmigung

    Corina Liebi (JGLP) für die Kommission: Mit der vorliegenden Digitalstrategie liegt eine neue strategische Grundlage für die digitale Entwicklung der Stadt Bern vor. Dass diese Strategie aktualisiert wurde, ist sehr zu begrüssen. Die Digitalisierung verändert Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft laufend, ebenso die Erwartungen der Bevölkerung an staatliche Dienstleistungen. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt diesen Wandel aktiv gestaltet und sich dabei an klaren strategischen Leitlinien orientiert.

    Die Strategie stellt mit der Vision "Einfach für alle" die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft ins Zentrum. Digitale Dienstleistungen sollen zugänglich, verständlich und barrierefrei sein. Damit wird ein wichtiger Grundsatz des Service public aufgenommen. Digitalisierung soll nicht ein Selbstzweck sein, sondern einen konkreten Nutzen für die Bevölkerung bringen. Positiv ist auch, dass Digitalisierung nicht nur als technologische Entwicklung verstanden wird.

    Die Strategie betont zu Recht, dass digitale Transformation immer auch organisatorische und kulturelle Veränderungen innerhalb der Verwaltung erfordert. Der Fokus auf eine lernende Organisation sowie auf den Aufbau digitaler Kompetenzen bei den Mitarbeitenden ist deshalb zentral. Die fünf strategischen Stossrichtungen decken die wichtigsten Handlungsfelder grundsätzlich gut ab: Der aktive Umgang mit dem digitalen Wandel, eine inklusive digitale Gesellschaft, der Aufbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur für den Service public, digitale Nachhaltigkeit sowie der Aufbau von digitalen Kompetenzen. Diese Struktur schafft Orientierung und kann helfen, Digitalprojekte besser zu koordinieren und Synergien zu nutzen. Wichtig ist dabei auch der Fokus auf Zusammenarbeit und Interoperabilität. Im föderalen System der Schweiz macht es wenig Sinn, wenn jede Verwaltung eigene Lösungen entwickelt. Digitale Angebote müssen anschlussfähig sein gegenüber anderen Gemeinden, gegenüber dem Kanton und gegenüber dem Bund. Positiv zu würdigen ist zudem der Fokus auf Inklusion und Teilhabe. Digitale Dienstleistungen sollen möglichst allen Menschen zugänglich sein, unabhängig von Sprache, Fähigkeiten und sozialen Voraussetzungen. Gerade weil Digitalisierung auch die Gefahr einer digitalen Spaltung mit sich bringen kann, ist dieser Ansatz wichtig.

    Neben diesen Stärken gibt es auch aus Sicht der Kommission Punkte, bei denen die Strategie noch zu wenig verhält. Dies betrifft vor allem den Umgang mit künstlicher Intelligenz. KI wird zwar erwähnt, insgesamt bleibt dieser Bereich jedoch wenig ambitioniert. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung hätte man sich hier eine ambitioniertere strategische Einordnung gewünscht. Auch bleibt unklar, wie sich die Digitalstrategie zur KI-Strategie verhält, die dem Stadtrat noch vorgelegt werden wird.
    Insgesamt lässt sich festhalten: Die Digitalstrategie bildet eine solide Grundlage, um die digitale Transformation der Stadtverwaltung strategisch weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird es wichtig sein, die Strategie laufend zu schärfen und zu aktualisieren. Die Kommission hat die Strategie ausführlich beraten, insbesondere auch das Zusammenspiel zwischen Digital- und KI-Strategie.

    Zu den eingereichten Anträgen kann ich mich nicht äussern, da diese der Kommission nicht zur Diskussion vorlagen. Die Kommission hat die Strategie mehrheitlich zustimmend und einer Minderheit ohne Wertung zur Kenntnis genommen.

    Und wenn ich darf, Frau Stadtratspräsidentin, würde ich noch die Fraktionserklärung anhängen – Frau Vizestadtratspräsidentin, sehe ich gerade. Wir würden ein geteiltes Votum machen.

    Wenn ich die Digitalstrategie in zwei Wörtern beschreiben müsste, dann wäre es "wenig mutig". Wir müssen ehrlich sein: Diese Strategie ist nicht der grosse Wurf. Sie ist wenig ambitioniert. Eine digitale Zukunftsvision ist für uns nicht spürbar. Da wäre deutlich mehr drin gelegen. In sich ist die Strategie stimmig und nachvollziehbar, auch wenn sie sich teilweise wie ein SP-Parteibüchlein liest. Das macht sie mehrheitsfähig, aber ob die Ausrichtung die richtige ist, darüber lässt sich durchaus streiten. Wir stören uns insbesondere daran, dass die KI in der Strategie nahezu komplett ausgeklammert wird. Wir begrüssen es zwar, dass eine separate Fachstrategie erarbeitet wird. Künstliche Intelligenz und insbesondere Generative AI muss aber auch in der übergeordneten Digitalstrategie angesprochen werden. Sie ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Transformation und muss auch auf dieser Ebene sichtbar sein. Inhaltlich sind wir mit den übrigen Eckpunkten der Strategie einverstanden. Die Strategie ist eine solide Basis, auf der aufgebaut werden kann, auch wenn der Mut für eine klare digitale Zukunftsvision fehlt. Wir wünschen uns, dass dem bei der nächsten Überarbeitung besser Rechnung getragen wird.

    Deshalb haben wir eine Stimmfreigabe für die Kenntnisnahme beschlossen. Gerne möchte ich nur noch ein paar Worte zu den Anträgen verlieren. Wir werden die Anträge grossmehrheitlich ablehnen. Beim Antrag zur KI haben wir ebenfalls Stimmfreigabe beschlossen. Wir haben die Anliegen von AL-PdA-TIF durchaus sympathisch gefunden. Für uns stimmt aber die Flughöhe der eingereichten Anträge nicht. Drei Punkte möchte ich dabei besonders festhalten. Wir begrüssen ausdrücklich, dass Fachstrategien erarbeitet werden, statt alles in eine einzige Strategie zu packen. Uns ist wichtig, dass die Strategie flexibel bleibt und laufend aktualisiert wird. Gerade in diesem schnelllebigen Bereich braucht es keine Laufzeit, sondern regelmässige Updates. Die Strategie soll leben und nicht in einer Schublade verschwinden. Sowohl die digitale Souveränität als auch die Zusammenarbeit sind aus unserer Sicht bereits zentrale Bestandteile der vorliegenden Strategie und damit ausreichend berücksichtigt. Uns erschliesst sich nicht, warum es zusätzliche Anträge dazu braucht. Und nun gebe ich das Wort an Debora weiter.

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  • Version 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

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