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Ursina Anderegg

Ehemaliges Mitglied
Grünes Bündnis
Stadtrat

Mandat
Partei
Grünes Bündnis
Parlament
Stadtrat (BE)
Parlamentsseite
Offizielles Profil
Persönliches
Geschlecht
Weiblich
Geboren
1981
Beruf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Sprache
Deutsch
Referenzen & Quelle
Wikidata
Q131385770
Quell-Körperschaft
351
Datensatz aktualisiert
23.08.2026
Erstmals importiert
14.08.2025
Interessenbindungen

Keine Interessenbindungen erfasst.

Zutrittsausweise

Keine Zutrittsausweise vergeben.

Reden(88)
  1. Rede
    GemeinderätinStadtrat
    Traktandum 8: Neuregelung der Finanzierung des Aufenthaltsraums für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit "La Gare": Nachkredit zum Globalkredit 2026 des Sozialamts

    Ursina Anderegg, Direktorin BSS: Vielen Dank auch für diese Debatte und die wohlwollende Aufnahme dieses Geschäfts. Vor 21 Jahren genehmigte der Stadtrat hier in diesem Saal das Konzept eines städtischen Aufenthaltsraums für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit. Im März war das. Das "La Gare" ist seither ein sehr wichtiger Puzzlestein in der städtischen Suchtpolitik. Es bietet Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit einen geschützten und würdigen Raum, um sich zu verpflegen, auszutauschen oder einfach zu sein. Mitgebrachte, niedrigprozentige Alkoholika dürfen konsumiert werden.

    Das "La Gare" war von Anfang an sehr gut besucht und ist es auch heute noch. Und es wurde und wird für viele Menschen immer wieder zu ihrem Stübli, wo sie sich eben ungestört aufhalten, miteinander schwatzen, Kontakte knüpfen konnten und nach wie vor können. Es ist ein sehr wichtiges Angebot im Raum des Bahnhofs, das sehr gut funktioniert. Es war auch im Stadtrat seit jeher unbestritten, bis auf die Standortfrage. Darüber hat man immer wieder politisch diskutiert. Es war auch immer auf operativer und auf fachlicher Ebene ein Thema. Dieser Standort funktioniert aber mittlerweile sehr gut. Er wird uns aber vermutlich im Zusammenhang, das wurde von der Referentin schon erwähnt, mit der Neugestaltung des Bahnhofraumes wieder beschäftigen. Darüber werden wir euch sicher auf dem Laufenden halten. Ich will mich an dieser Stelle auch bei unserer langjährigen Partnerin, der Stiftung Contact, und den "La Gare"-Mitarbeiter*innen herzlich bedanken für die gute Zusammenarbeit und ihr Engagement.

    Ich mache noch kurz den finanztechnischen Exkurs, vielleicht so zur Aufwärmung für die Budgetdebatte. Es ist ja immer ein bisschen kompliziert, welche Gelder im Zusammenhang mit dem Lastenausgleich fliessen. Es wurde erwähnt: Im Rahmen der Zulassung des Aufenthaltsraums AKiB, den wir vorhin diskutiert haben, wünschte sich der Kanton auch eine Neuregelung der Finanzierung des Aufenthaltsraums "La Gare". Das konnte dann in einem Paket mit dem Kanton verhandelt werden. Bis zum Jahr 2025 war der kantonale Suchtfonds die Finanzierungsquelle. Wir können jetzt auch das "La Gare"-Angebot dem Lastenausgleich zuführen. Am Angebot selber ändert sich nichts. Es geht um die Neuregelung der Finanzierung.

    Es wird neu so sein, dass im Globalkredit des Sozialamtes die Einnahmen aus dem Suchtfonds wegfallen. Die fallen dort im Budget weg. Die neuen Einnahmen aus dem Lastenausgleich gehen aber wiederum künftig in den Gesamttopf des kantonalen Lastenausgleichs. Und der ist beim Direktionsstab des BSS-Budgets eingestellt Und das ist auch der Grund, warum es einen Nachkredit zum Globalkredit des Sozialamtes braucht – um diesen buchhalterischen Einnahmenwegfall zu kompensieren. Es geht hier also in erster Linie um eine formale Anpassung des Budgets, die aus finanzrechtlichen Gründen durch euch genehmigt werden muss. Die Neuregelung der Finanzierung des "La Gare" führt für die Stadt zu geringen Mehrkosten. Das ist ja immer so, wenn etwas dem Lastenausgleich zugeführt wird. Dann haben wir daran auch eine kleine Beteiligung. Diese Mehrkosten sind jedoch im Gesamtkontext der Finanzierung sämtlicher Aufenthaltsräume zu betrachten. Insgesamt handelt es sich hier bei diesem Gesamtpaket aus Sicht des Gemeinderats um eine sehr sinnvolle und stimmige Lösung. Und ich bedanke mich im Namen des Gemeinderates für die gute Aufnahme und die Unterstützung dieses Geschäfts und wünsche euch allen noch einen guten Stadtratsabend.

  2. Rede
    GemeinderätinStadtrat
    Traktandum 7: Sicherung eines Nachfolgeangebots für den Aufenthaltsraum Postgasse: Leistungsvertrag 2026-2027 mit dem Verein Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Region Bern (AKiB); Verpflichtungskredit

    Ursina Anderegg, Direktorin BSS: Guten Abend miteinander, vielen Dank für diese angeregte Diskussion und vor allem für die breite Unterstützung dieses Geschäfts. Neben dem notwendigen Ausbau der Notschlafplätze in letzter Zeit beschäftigt uns hier in der Stadt auch der Bedarf an Aufenthaltsräumen. Das wurde heute schon mehrmals erwähnt und das steht bei uns momentan auch im Fokus. Dieser Bedarf ist vorhanden, das wissen wir. Und es ist davon auszugehen, dass er nicht abnehmen wird, da die Prekarisierung, das Thema von Einsamkeit und sozialer Isolation ein Thema ist, welches immer mehr Menschen betrifft, auch hier bei uns in der Stadt Bern. Und deshalb müssen wir schauen, dass wir in diesem Bereich genügend Angebote zur Verfügung stellen können und damit unseren Beitrag zur Armutsbekämpfung auch leisten. Und vielleicht gerade an die FDP: Als zuständige Direktorin werde ich bei einer wachsenden Obdachlosigkeit und einer wachsenden Armut nicht Mass halten beim zur Verfügung stellen von niederschwelligen Angeboten, auf welche die Menschen per schweizerische Verfassung ein Anrecht haben. Auch wir hier in der Stadt tragen Verantwortung und auch ihr im Parlament tragt diese Verantwortung.

    Der Aufenthaltsraum der AKiB war schon seit den 70er-Jahren ein wichtiger Ort für viele Menschen in Bern. Und seit jeher wird er von engagierten Freiwilligen getragen. Das ist übrigens auch heute immer noch der Fall. Es ist nicht so, dass sie weniger Freiwillige haben und deshalb professionalisiert wird, sondern es braucht diese Professionalisierung, weil eben die Bedürfnisse und der Bedarf an professioneller Unterstützung aufgrund der Komplexität der Probleme, die die Menschen haben, notwendig wurden. Ich will mich an dieser Stelle ganz herzlich bei all diesen Freiwilligen bedanken und natürlich auch bei den Mitarbeitenden. Die Freiwilligen haben letztes Jahr auch den städtischen Sozialpreis erhalten, welcher freiwillige Arbeit auszeichnet. Und letztes Jahr wurden Projekte ausgezeichnet, welche Safer Spaces, also Schutzräume, anbieten. Und das AKiB-Angebot bekam auch so einen Preis. Es ist sehr wichtig, dass sich die Leute dafür engagieren, es ist aber auch wichtig, dass wir Professionalität anbieten können.

    Als im Frühling 2025 bekannt wurde, dass der damalige Aufenthaltsraum in der Postgasse einen neuen Standort suchen muss, war es auch seitens der Verwaltung sehr wichtig, dass wir mithelfen, eine gute Nachfolgelösung zu finden. Das Thema hat euch im Stadtrat auch beschäftigt und es kam auch zur Einreichung des Postulats "Öffentliche Aufenthaltsräume sicherstellen". Und es freut mich sehr, dass wir nun eine gute Lösung gefunden haben, und die AKiB vor allem eine gute Lösung im Kolpinghaus im Mattenhofquartier gefunden hat und dass wir auch dieses Angebot dem kantonalen Lastenausgleich zuführen konnten. Es ist also eine gemeinsame Aufgabe des Kantons, der Gemeinden im Kanton und uns, dass wir diese Angebote auch gemeinsam tragen können.

    Und mit diesem Umzug an den neuen Standort wurde das Angebot gleichzeitig konzeptionell auch ausgebaut. Das war auch gut. Finanziell steht es jetzt auf soliden Füssen. Und wir haben an diesem Standort jetzt ein sehr gutes Angebot, das unterdessen auch rege genutzt wird. Es wird uns sicher weiterhin beschäftigen, wie es im unteren Teil der Stadt, auch in der Altstadt, aussehen wird. Wir stellen dort auch einen Bedarf an Aufenthaltsräumen fest. Und das ist ein Thema, das uns hier noch weiter beschäftigen wird. Ich bedanke mich herzlich für die gute Aufnahme des Geschäfts.

  3. Rede
    Sportplatz MurifeldNr. 2020.PRD.000006
    GemeinderätinStadtrat
    Traktandum 2: Sportplatz Murifeld: Umwandlung des bestehenden Naturrasenspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld; Projektierungs- und Baukredit
  4. Rede
    GemeinderätinStadtrat
    Traktandum 6: Postulat: Digitale Jugendarbeit in Bern: Neue Wege für eine vernetzte Jugend; Annahme
  5. Rede
    Volksschule WankdorfNr. 2024.PRD.0018
    GemeinderätinStadtrat
    Traktandum 11: Volksschule Wankdorf und Sprachheilschule / Besondere Volksschulklassen Bern: Raumanpassungen; Projektierungskredit
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