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Fernsehkanal zur Stärkung des nationalen Zusammenhaltes und der gegenseitigen Verständigung

(10.3317)MotionErledigt
Schweiz19.03.2010
Reden(7)
Sortiert nach Rededatum, Absteigend
7 Ergebnisse
  • Redetext
    Jean-René Germanier(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Doris Leuthard(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Ich kann es relativ kurz machen: Nachdem Herr Nationalrat Stöckli seine Motion zurückgezogen hat und die neue Motion eigentlich dem Anliegen des Bundesrates entgegenkommt, kann auch ich mich namens des Bundesrates mit dieser modifizierten Motion einverstanden erklären.

    Wir haben ja seinerzeit die Motionen Maissen und Stöckli abgelehnt, weil wir einfach nicht damit einverstanden waren, dass man das Begehren mit der Schaffung eines neuen Fernsehkanals erfüllen könne. Bereits heute ist die SRG nämlich aufgrund des Radio- und Fernsehgesetzes und auch aufgrund der Konzession verpflichtet, einen Beitrag zum Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen zu leisten. Es ist aber wichtig, dass dieser Auftrag in allen Programmen umgesetzt wird und nicht nur in einem einzelnen Programm. Es ist nach Ansicht des Bundesrates wirkungsvoller, wenn dieser Auftrag in Programmen umgesetzt wird, die eine grosse Akzeptanz geniessen, sodass der Austausch über die Sprachgrenzen hinaus die nötige Breitenwirkung hat.

    Was das Anliegen der Motionen betrifft, hat der Bundesrat bereits mit der SRG Kontakt aufgenommen, und der Verwaltungsrat der SRG hat aufgrund der Diskussionen den interkulturellen Austausch zu einem strategischen Programmziel erklärt. Die SRG ist sich also bewusst, dass Handlungsbedarf besteht, und will denn auch im nächsten Frühling über die konkrete Umsetzung entscheiden. [PAGE 2061]

    Wir sind uns also einig, und ich denke, dass es richtig ist, wie die Kommission vorschlägt, jetzt die Entwicklung bei der SRG zu beobachten. Zusammen mit der SRG werden wir Ihnen bis Ende 2012 einen Bericht zukommen lassen, und dann können wir schauen, ob das Resultat Ihren Wünschen entspricht oder ob Sie im Interesse des nationalen Zusammenhaltes der Sprachregionen weitere Aktivitäten wünschen.

  • Redetext
    Jean-René Germanier(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Monsieur Stöckli retire sa motion 10.3317 au profit de la version modifiée de la motion Maissen 10.3055.

  • Redetext
    Hans Stöckli(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Am 19. März 2010 reichte ich hier im Nationalrat die Motion 10.3317 ein, die heute zur Debatte steht; Herr Ständerat Maissen reichte dieselbe Motion im Ständerat ein. Vielleicht können Sie sich noch erinnern: 80 Kolleginnen und Kollegen unterstützten diesen Vorstoss mit ihren Unterschriften. Herr Maissen hatte mit seinem Vorstoss bereits am 2. Juni 2010 Erfolg, der Ständerat nahm seine Motion als Erstrat mit grosser Mehrheit an.

    Es ist leider eine unrühmliche Tatsache, dass die zentrifugalen Kräfte in der Schweiz immer stärker werden und die Menschen immer weniger wissen, was auf der anderen Seite der Sprachgrenze geschieht, und dies trotz des gesetzlichen Auftrags der SRG, denn gemäss Artikel 24 Absatz 1 Buchstabe b RTVG hat die SRG die Pflicht, "das Verständnis, den Zusammenhalt und den Austausch unter den Landesteilen, Sprachgemeinschaften und Kulturen zu fördern". Trotz dieser Bestimmung weisen Studien nach, dass gerade auch das Schweizer Fernsehen diese Integrationsfunktion nur unzureichend wahrnimmt. Ich bin deshalb froh und auch etwas beruhigt, dass, wie der Sprecher der Kommission bereits eingeräumt hat, auch der Bundesrat in seiner Antwort vom 19. Mai 2010 Folgendes festgestellt hat: Es bestätigen kontinuierliche Programmbetrachtungen, "dass in den Fernsehprogrammen der SRG die jeweiligen anderen Sprachregionen im Vergleich zur eigenen Region deutlich weniger thematisiert wurden". Der Bundesrat gibt also zu, dass seitens der SRG im Hinblick auf eine bessere Erfüllung des Leistungsauftrages Handlungsbedarf besteht. Leider lehnt der Bundesrat die Motion ab.

    Wie wir gehört haben, hat die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen nun den Vorschlag gemacht, den Motionstext zu erweitern und nicht explizit einen neuen, mehrsprachigen Fernsehkanal zu verlangen, sondern das berechtigte und breitabgestützte Anliegen durch andere Massnahmen zu verwirklichen. Ich kann Ihnen mitteilen, dass Ständerat Maissen und ich einverstanden sind mit der Ergänzung der Motion. Das würde bedeuten, dass der Bundesrat verpflichtet würde, die SRG anzuhalten, ihre Beiträge zum interkulturellen Austausch und zur Förderung der Verständigung zwischen den Sprachregionen erheblich zu verstärken. Der Bundesrat würde auch verpflichtet, die Entwicklung zu beobachten und dem Parlament über die erzielten Fortschritte bis spätestens Ende 2012 zu berichten.

    Es ist sicher berechtigt, der neuen Spitze der SRG die verdiente Chance einzuräumen, die Situation zu verbessern und die nötigen Massnahmen einzuleiten. Als abtretender Stadtpräsident der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz weiss ich, was es bedeutet, wenn in ein und derselben Stadt die Menschen zum Beispiel über das Bundesparlament völlig unterschiedlich informiert werden; wenn über die gleiche Sache am gleichen Ort nicht gleich berichtet wird, wegen der kulturellen Unterschiede in unserem Lande.

    Am Zusammenhalt unserer Willensnation muss tagtäglich gearbeitet werden. Ob dies mit den bestehenden Kanälen erreicht werden kann, wird sich weisen. Zur Vereinfachung des Verfahrens, Herr Präsident, ziehe ich deshalb meine Motion zugunsten der von der Kommission abgeänderten Motion Maissen zurück. Ich werde aber die Bemühungen der SRG intensiv verfolgen und, wenn nötig, wieder parlamentarisch aktiv werden.

  • Redetext
    André Bugnon(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Ces deux motions, au titre pratiquement identique, demandent la création d'une quatrième chaîne de télévision pour aider à la compréhension mutuelle et renforcer la cohésion nationale. Ces propositions de nos collègues du Conseil des Etats pour l'une et de notre conseil pour l'autre ont été inspirées de leurs constatations. Ils pensent ainsi que la SSR ne satisfait pas totalement à son mandat d'oeuvrer pour la cohésion nationale. Selon eux, les chaînes de la SSR ne jouent pas suffisamment leur rôle de courroie de transmission entre les diverses communautés linguistiques de ce pays.

    Lors de sa séance du 16 novembre dernier, la CTT a traité la motion Maissen 10.3055, qui avait auparavant déjà été discutée au Conseil des Etats en tant que premier conseil. En effet, le 2 juin de cette année, le Conseil des Etats a adopté la motion Maissen, par 22 voix contre 7.

    La motion Stöckli 10.3317, qui cherche à atteindre les mêmes objectifs, n'a pas été examinée par la commission mais est traitée dans le cadre de la présente discussion parce que son objectif est similaire, et elle devrait logiquement obtenir la même décision que la motion Maissen.

    Pour remédier au constat évoqué plus haut, Monsieur Maissen charge le Conseil fédéral d'amener la SSR à encourager les échanges culturels et la compréhension mutuelle entre les régions linguistiques de notre pays en créant une chaîne [PAGE 2060] télévisée suisse qui rediffuserait d'anciennes émissions, sous-titrées ou doublées dans les langues nationales. L'auteur de la motion ne se plaint pas de la qualité des diffusions des diverses chaînes de télévision de la SSR, mais il constate que chaque chaîne régionale reste dans son coin et que, à cause de ce manque de passage des émissions d'une région linguistique à l'autre, les différents groupes culturels de notre pays connaissent de moins en moins ce qui se passe de l'autre côté de la frontière linguistique.

    Lors de la séance de la commission, un représentant de l'OFCOM a présenté le point de vue du Conseil fédéral. Tout en rappelant qu'il est favorable aux mesures qui encouragent les échanges entre les diverses régions linguistiques de notre pays, le Conseil fédéral rappelle que la SSR est tenue de par la loi, à travers son mandat, de contribuer à la cohésion entre les régions qui composent la Suisse. Toutefois, ce mandat est à comprendre au sens large et doit être rempli par l'ensemble des programmes des chaînes de télévision, en particulier par ceux qui sont très regardés et qui ont une influence marquée. Le Conseil fédéral veillera à ce que l'OFCOM et la SSR prennent ensemble des mesures afin de mieux définir les modalités permettant d'améliorer l'atteinte de ces objectifs.

    Selon le Conseil fédéral, une quatrième chaîne de télévision ne garantirait pas l'amélioration de la situation. Le programme trilingue Schweiz 4 a montré que les offres culturelles multilingues ne rencontrent guère de succès et n'ont pas eu l'effet escompté. D'autre part, le coût de cette création serait élevé et conduirait inexorablement à une hausse de la redevance. Le Conseil fédéral propose en conclusion de rejeter la motion dans sa version initiale.

    Lors de la discussion, les membres de la commission ont rejoint les considérations du Conseil fédéral quant au coût de la création d'une quatrième chaîne de télévision et au peu d'intérêt qu'elle pourrait rencontrer. Par contre, la commission soutient l'orientation générale de la motion et souhaite que la SSR accorde davantage d'importance à l'encouragement de la cohésion entre nos diverses communautés linguistiques.

    La majorité des membres de la commission ne juge cependant pas nécessaire de créer une nouvelle chaîne de télévision pour remplir cet objectif. Elle propose de sous-titrer davantage d'émissions et de les diffuser sur les chaînes existantes de la SSR. Elle constate également que la nouvelle direction de la SSR a entrepris des efforts supplémentaires afin de favoriser la cohésion nationale et elle l'encourage à continuer dans ce sens.

    C'est pourquoi la commission vous propose de modifier la formulation de la motion dans le sens suivant: le Conseil fédéral est chargé d'encourager les contributions susceptibles d'améliorer la cohabitation des communautés linguistiques, et de rendre compte de la situation d'ici fin 2012 au plus tard.

    La commission vous propose, par 15 voix contre 2 et 2 abstentions, d'adopter la motion modifiée. Je vous recommande de soutenir la proposition de la commission.

  • Redetext
    Tarzisius Caviezel(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Die Schweiz ist ein Land mit vier offiziell anerkannten Sprachen. Diese Mehrsprachigkeit ist Teil unserer Identität und deshalb ein markantes Wesensmerkmal unseres Staates. Die Landessprachen gehören zu unserem kulturellen Erbe, und diesem wollen wir Sorge tragen. Die Bundesverfassung bringt dies mit dem umfassenden sprachpolitischen Auftrag an Bund und Kantone klar zum Ausdruck. Mit Artikel 70 der Bundesverfassung soll die Viersprachigkeit des Landes erhalten sowie die Verständigung und der Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften gefördert werden.

    Die Kommissionsmehrheit ist mit dem Motionär, Theo Maissen, einig, dass es notwendig ist, bei der SRG im Sinne der bereits bestehenden Konzession auf ein viel grösseres Engagement für den medialen Austausch zwischen den verschiedenen Sprachregionen und Kulturen zu drängen. In seiner Antwort auf eine ähnliche Motion wie diejenige von Theo Maissen - ich spreche von der Motion Stöckli 10.3317, "Fernsehkanal zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts und der gegenseitigen Verständigung" - hat der Bundesrat Folgendes gesagt: "Tatsächlich wurde im Rahmen der kontinuierlichen Programmbeobachtung in der Schweiz festgestellt, dass in den Fernsehprogrammen der SRG die jeweiligen anderen Sprachregionen im Vergleich zur eigenen Region deutlich weniger thematisiert wurden. Hier besteht seitens der SRG Handlungsbedarf im Hinblick auf eine bessere Erfüllung des Leistungsauftrages." Das ist alles richtig; aber die mit der Motion Maissen vorgeschlagene Lösung, dies mit einem eigenen Kanal zu machen, erachtet die Kommissionsmehrheit aus folgenden Gründen als nicht zielführend: Ein separater Fernsehkanal zur Förderung der Sprachenvielfalt wäre wenig publikumswirksam. Er würde ein Nischendasein fristen und erhebliche Zusatzkosten verursachen. Aus diesem Grund hat die Kommission die Motion Maissen dahingehend abgeändert, dass die SRG zwar ihre Bemühungen zur besseren Verständigung der Sprachregionen verstärken soll, dies aber nicht auf einem separaten Kanal tun muss.

    Mit Ständerat Maissen ist die Kommission dahingehend einig, dass mit einer Synchronisierung von qualitativ wertvollen Inhalten ein Mehrfachnutzen erzielt werden kann, und zwar insbesondere dann, wenn die Ausstrahlung auf den bereits bestehenden Sendern erfolgt. Der Aufwand für zusätzliche Sprachversionen ist relativ bescheiden und deshalb durchaus verantwortbar. Diese Erwägungen führten die Kommission dazu, die Motion offener zu formulieren. Der Bundesrat wird verpflichtet, Beiträge zur Verbesserung des Zusammenhalts unter den Sprachgemeinschaften zu fördern und darüber bis spätestens Ende 2012 zu berichten. Auf diese Weise unterstützt die Kommission das grundsätzliche Anliegen des Initianten, ohne jedoch einen neuen Kanal vorzusehen. Ebenfalls sollten daraus keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ich bin zuversichtlich, dass die SRG diesem Anliegen der Kommission Rechnung tragen wird, sodass wir Ende 2012 einen positiven Bericht erhalten werden.

    Die Kommission hat der abgeänderten Motion mit 15 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen zugestimmt. Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen.

  • Redetext
    Jean-René Germanier(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

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