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Für eine kohärente Bundespolitik zugunsten von Schweizer Wein

(26.4596)MotionEingereicht
Schweiz02.10.2026
Profil
Typ
Motion
Status
Eingereicht
Parlament
Schweiz
Nummer
26.4596
Beginn
02.10.2026
Referenzen & Quelle
Amtliche Quelle
Offizielles Profil
Externe ID
20264596
Beiträge(46)
  • Jessica JaccoudMitunterzeichner/inSozialdemokratische Partei
  • Céline WeberMitunterzeichner/inGrünliberale Partei
  • Therese SchläpferMitunterzeichner/inSchweizerische Volkspartei
  • Departement für Wirtschaft, Bildung und ForschungFederführendes Departement
  • Damien CottierMitunterzeichner/inFDP.Die Liberalen
Verlauf(1)
  • Eingereicht
Texte(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Für eine kohärente Bundespolitik zugunsten von Schweizer Wein
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Gesetzesgrundlagen, Verordnungen oder Weisungen so anzupassen, dass ausschliesslich Schweizer Wein serviert, angeboten oder finanziert wird bei Veranstaltungen, Empfängen oder Anlässen, die vom Bund, seinen Departementen, Ämtern, Verwaltungseinheiten und Vertretungen im Ausland sowie von anderen Institutionen des Bundes organisiert, mitorganisiert 

  • BegründungTEXT

    Der Schweizer Weinbau erlebt schwierige Zeiten. Deshalb haben Bund und Parlament ihre Unterstützung für die Branche ausgebaut. Das Parlament hat 2025 unter anderem zusätzliche 10 Millionen Franken zugunsten der Weinbranche bewilligt.

    Vor diesem Hintergrund ist es paradox, wenn Bundesinstitutionen an offiziellen Anlässen weiterhin ausländischen Wein servieren oder kaufen, während der Bund gleichzeitig bedeutende Mittel für die Förderung und Unterstützung des Schweizer Weinbaus ausgibt.

    Auf diese Situation wurde bereits 2024 in der Anfrage 24.1018 hingewiesen. In der Antwort des Bundesrates hiess es: «Die zuständigen Kader wurden in der Folge dafür sensibilisiert, dass es wichtig ist, jederzeit Schweizer Produkte zu verwenden. Sie achten in Zukunft darauf, Schweizer Weine zu kaufen.»

    Nun wurde diesen Sommer bei einem Anlass in Aigle aber erneut ausländischer Wein serviert. Dieses Beispiel zeigt, dass eine einfache Sensibilisierung sowie Empfehlungen offenbar nicht ausreichen.

    Der Bund muss kohärent bleiben mit seiner Politik zur Unterstützung der Schweizer Landwirtschaft und des Schweizer Weinbaus. Es ist schwer nachvollziehbar, wenn der Bund von den Konsumentinnen und Konsumenten verlangt, dass sie Schweizer Produkten den Vorzug geben, er Millionen zur Unterstützung des Weinbaus ausgibt und dann gleichzeitig zulässt, dass bei Anlässen des Bundes ausländischer Wein ausgeschenkt wird.

    Öffentliche Gelder sollten möglichst dazu beitragen, die hiesige Wirtschaft zu unterstützen. Schweizer Wein ist nicht nur ein Qualitätsprodukt, sondern auch Teil unseres landwirtschaftlichen Kulturerbes.

    Deshalb müssen die Empfehlungen nun durch eine klare Regel ersetzt werden: Bei Anlässen, die vom Bund unterstützt oder organisiert werden, darf nur Schweizer Wein serviert werden.

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0