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Eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen. Stagnation stoppen, Karrierewege der Berufsbildung sichern

(26.4334)InterpellationEingereicht
Schweiz30.09.2026
Profil
Typ
Interpellation
Status
Eingereicht
Parlament
Schweiz
Nummer
26.4334
Beginn
30.09.2026
Referenzen & Quelle
Amtliche Quelle
Offizielles Profil
Externe ID
20264334
Beiträge(2)
Verlauf(1)
  • Eingereicht
Texte(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen. Stagnation stoppen, Karrierewege der Berufsbildung sichern
  • Eingereichter TextTEXT

    Die höhere Berufsbildung ist ein Eckpfeiler unseres Bildungssystems. Sie eröffnet Berufsleuten ohne Maturität den Zugang zu einem Tertiärabschluss und verbindet Bildung und Arbeitsmarkt wie kaum ein anderer Bildungsbereich. Damit trägt sie wesentlich zur Attraktivität der beruflichen Grundbildung bei.

    Ich bitte den Bundesrat deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:

    1. Wie beurteilt der Bundesrat die Stagnation der eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen, und worin sieht er die Hauptursachen?
    2. Wie beurteilt er die Wirkung der seit 2018 geltenden Subjektfinanzierung der vorbereitenden Kurse auf die Zahl der Absolvierenden? Gibt es Hinweise, dass bestimmte Gruppen trotz Bundesbeiträgen aus finanziellen Gründen auf eine Prüfung verzichten?
    3. Wie beurteilt er die Fragmentierung der Anbieter- und Prüfungslandschaft mit Blick auf Qualität, Effizienz und Sichtbarkeit? Sieht er Möglichkeiten, die Organisationen der Arbeitswelt bei Kooperationen oder Zusammenschlüssen zu unterstützen, ohne die rasche Anpassungsfähigkeit an den Arbeitsmarkt einzuschränken?
  • BegründungTEXT

    Der Bildungsbericht Schweiz 2026 zeigt eine ungleiche Entwicklung, obwohl die Bildungsrendite zwischen den Abschlüssen der höheren Berufsbildung und Fachhochschulen ähnlich sind. Die Abschlüsse an den höheren Fachschulen sind zwischen 2014 und 2024 um 30 Prozent gewachsen. Die eidgenössischen Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen stagnieren dagegen mit einem Plus von je 8 Prozent. Seit 2002 sind die Erstabschlüsse der Hochschulen um über 250 Prozent gewachsen, jene der höheren Berufsbildung nur um rund 50 Prozent. Der Bericht verweist auf eine starke Fragmentierung: Rund 420 eidgenössische Prüfungen stehen über 6000 registrierten Vorbereitungskursen gegenüber, mit durchschnittlich 25 beziehungsweise 8 Absolvierenden pro Anbieter und Jahr. Zudem konkurrieren die eidgenössischen Prüfungen, welche direkt von den Organisationen der Arbeitswelt getragen werden, zunehmend mit Weiterbildungen der Fachhochschulen, deren Unterschiede vielen Arbeitgebern nicht bekannt sind.

    Mit der Einführung des Professional Bachelors und Masters wurde ein wichtiger Schritt für die bessere Sichtbarkeit der Abschlüsse der höheren Berufsbildung getan. Trotzdem braucht es weitere Schritte.

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0