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Zum Teil minderjährige Täter aus Frankreich, die über Social Media rekrutiert werden, stehlen teure Autos in der Schweiz. Wie werden sie bestraft?

(26.7399)Fragestunde. FrageErledigt
Schweiz03.06.2026
Profil
Typ
Fragestunde. Frage
Status
Erledigt
Parlament
Schweiz
Nummer
26.7399
Beginn
03.06.2026
Referenzen & Quelle
Amtliche Quelle
Offizielles Profil
Externe ID
20267399
Beiträge(3)
  • Roland Rino BüchelUrheber/inSchweizerische Volkspartei
  • Justiz- und PolizeidepartementFederführendes Departement
  • NationalratInitialer Rat
Verlauf(3)
  • Erledigt
  • Schriftliche Beantwortung der Frage
    Nationalrat
  • Eingereicht
Texte(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Zum Teil minderjährige Täter aus Frankreich, die über Social Media rekrutiert werden, stehlen teure Autos in der Schweiz. Wie werden sie bestraft?
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Fahrzeugkriminalität ist auch in der Schweiz kein neu aufkommendes Deliktsfeld. Stand heute hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) Kenntnis von schweizweit rund 435 Einbrüchen oder Einbruchsversuchen in Garagenbetriebe seit Anfang 2025. Im Jahr 2026 beläuft sich die Zahl auf mindestens 116 Einbrüchen oder Einbruchsversuche. Das Phänomen erstreckt sich nicht ausschliesslich auf die Westschweiz – auch die Deutschschweiz ist davon betroffen.

     

    Die Tätergruppierungen agieren nun auch über den Jurabogen in Richtung Ostschweiz hinaus. Das Phänomen ist dabei häufig als eine Erscheinungsform organisierter Kriminalität zu betrachten. Die kriminellen Gruppierungen hinter den Taten sind mutmasslich hauptsächlich in Frankreich, aber gemäss Europol auch in Spanien und Italien zu verorten. Sie funktionieren dabei nach dem Prinzip des «Crime-as-a-Service», nach welchem kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten werden. Die Tatausführenden in der Schweiz, meist junge Männer, haben oft keinen Bezug zu den Auftraggebern. Sie nehmen Aufträge über Social Media oder Chatkanäle entgegen. Seit Anfang 2025 wurden mindestens 24 aus Frankreich stammende Personen durch die Schweizer Polizei angehalten beziehungsweise festgenommen. Die internationalen Ermittlungen führten zudem zu ersten Verhaftungen mutmasslicher Organisatoren in Frankreich.

     

    Fedpol unterstützte bislang koordinativ die zahlreichen in den Kantonen laufenden Ermittlungen und mit dem Ausland. Grundsätzlich fallen Einbrüche und Diebstähle in die Zuständigkeit der kantonalen Strafverfolgungsbehörden. Aufgrund der Lageentwicklung, der Bezüge zum Ausland und dem «Crime-as-a-Service»-Phänomen haben Bund und Kantone im Rahmen der Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefinnen und -chefs entschieden, eine nationale operative Taskforce einzurichten. Die Gesamtleitung liegt bei fedpol. Ziel der Taskforce ist es, dieses Phänomen gezielt zu durchbrechen. Der Fokus liegt dabei ausschliesslich auf repressiven Massnahmen wie zum Beispiel der Identifikation, Aufklärung und Zerschlagung der dahinterstehenden Täterstrukturen und Organisatoren – auch mit Bezug zu Netzwerken im Ausland. Präventionsmassnahmen werden von den Kantonen festgelegt und umgesetzt.

  • Eingereichter TextTEXT

    Die Kapo St. Gallen sagt offiziell: «Wir wissen, dass es vor allem junge Menschen sind, die in Frankreich über die sozialen Medien rekrutiert werden und dann den Auftrag bekommen, in der Schweiz Autos zu stehlen und sie nach Frankreich zu bringen.» 
    Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen in Autogaragen?
    Wie viele Fälle hat es in diesem Jahr gegeben?
    Wie viele Personen ohne Aufenthaltsrecht sind in der Schweiz schon verurteilt worden?
    Welche Strafen werden typischerweise ausgesprochen?

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0