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Förderung des öffentlichen Verkehrs für den alpinen Raum

(15.3707)PostulatErledigt
Schweiz19.06.2015
Profil
Typ
Postulat
Status
Erledigt
Parlament
Schweiz
Nummer
15.3707
Beginn
19.06.2015
Referenzen & Quelle
Amtliche Quelle
Offizielles Profil
Externe ID
20153707
Beiträge(31)
  • Martin LandoltMitunterzeichner/inDie Mitte
  • Yvonne GilliMitunterzeichner/inDie Grünen
  • Louis SchelbertMitunterzeichner/inDie Grünen
  • Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und KommunikationFederführendes Departement
  • Andreas AebiMitunterzeichner/inSchweizerische Volkspartei
Verlauf(7)
  • Abschreibung
    Nationalrat
  • Erledigt
  • Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 18.006.
    Nationalrat
  • Annahme
    Nationalrat
  • Angenommen
Texte(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Förderung des öffentlichen Verkehrs für den alpinen Raum
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Die Kompetenz für die Definition des Angebots an internationalen Eisenbahnverbindungen liegt bei der SBB. Gemäss den strategischen Zielen des Bundesrates stellt die SBB die Integration der Schweiz ins europäische Hochgeschwindigkeitsnetz und gute Verbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftszentren sicher. Der Bundesrat ist jedoch bereit, die Thematik der Verbindungen in Tourismusregionen im Rahmen des Berichtes zum internationalen Personenverkehr in Erfüllung des Postulates KVF-N 14.3673 zu behandeln.

    Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, welche Möglichkeiten (u. a. mehr Direktzüge Ausland-Alpenraum) der Bund besitzt, um den öffentlichen Verkehr für den Tourismus attraktiver zu gestalten, und welche dieser Massnahmen er umsetzen möchte.

  • BegründungTEXT

    Der öffentliche Verkehr im alpinen Raum hat für die dort wohnhafte Bevölkerung wie auch für den Tourismus eine grosse Bedeutung. Dank des heutigen guten ÖV-Angebotes ist der öffentliche Verkehr an sich ein Anziehungspunkt für den Tourismus. Einerseits sind die klassischen touristischen Bahnen wie Glacier-Express, Jungfraubahn oder Golden-Pass touristische Höhepunkte, andererseits ermöglicht das flächenhaft dichte Taktsystem, dass Gäste innerhalb der Schweiz mit dem öffentlichen Verkehr Sehenswürdigkeiten bequem, pünktlich und rasch erreichen können.

    Allerdings sind die Verbindungen hauptsächlich auf den Berufs- und Schulverkehr ausgerichtet und weniger nach touristischen Gesichtspunkten gestaltet.

    Um den ÖV-Anteil am gesamten touristischen Verkehr zu erhöhen, braucht es zusätzliche gästefreundliche Massnahmen. So haben aus touristischer Sicht vorab gute Verbindungen und Direktzüge aus dem Ausland bzw. zum Flughafen Zürich eine hohe Bedeutung, damit Gäste komfortabel und ohne Umsteigen in die Schweiz reisen können. Die bestehenden zweistündlich verkehrenden ICE-Verbindungen Deutschland-Interlaken zeigen dies deutlich. Leider existieren über die genannte Verbindung hinaus nur wenige attraktive Direktverbindungen vom Ausland in den alpinen Raum.

    Folgende neuen Verbindungen wären aus touristischer Sicht sinnvoll und geeignet, den ÖV-Anteil am internationalen Verkehr zu erhöhen:

    1. zusätzliche direkte TGV-Verbindungen Paris-Bern-Interlaken und Paris-Zürich-Chur sowie Paris-Lausanne-Sion-Brig;

    2. zusätzliche direkte ICE-Verbindungen Deutschland-Chur;

    3. direkte Anbindung von Interlaken und Chur an Zürich-Flughafen;

    4. Stuttgart-Zürich-Chur.

    Gerade wegen der grossen Herausforderungen (u. a. Frankenstärke), die der alpine Tourismus zu bestehen hat, sind die Rahmenbedingungen für ausländische Gäste möglichst attraktiv zu gestalten. Zentral ist dabei eine attraktive und bequeme Erreichbarkeit der Schweiz mit dem ÖV.

    Es ist deshalb sinnvoll, dass der Bund Massnahmen zur Steigerung des touristischen ÖV prüft und in die Wege leitet.

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0