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Alpenkonvention. Ausführungsprotokolle

(94.3368)PostulatErledigt
Schweiz26.09.1994
Profil
Typ
Postulat
Status
Erledigt
Parlament
Schweiz
Nummer
94.3368
Beginn
26.09.1994
Referenzen & Quelle
Amtliche Quelle
Offizielles Profil
Externe ID
19943368
Beiträge(36)
  • Jean-François RothMitunterzeichner/inChristlichdemokratische Volkspartei der Schweiz
  • Luregn Mathias CaveltyMitunterzeichner/inChristlichdemokratische Volkspartei der Schweiz
  • Hans Jörg HuberMitunterzeichner/inChristlichdemokratische Volkspartei der Schweiz
  • Departement des InnernFederführendes Departement
  • Kaspar RhynerMitunterzeichner/inFDP.Die Liberalen
Verlauf(4)
  • Erledigt
  • Annahme
    Ständerat
  • Überwiesen an den Bundesrat
  • Antrag: Annahme
    Bundesrat
Texte(2)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Alpenkonvention. Ausführungsprotokolle
  • Eingereichter TextTEXT

    Die Vorsteherin des Departementes des Innern hat vor Monatsfrist an einem Treffen mit Umweltministern laut Pressenotiz erklärt, die Schweiz "werde auf keinen Fall den internationalen Kalender der Alpenkonvention bremsen". Andererseits war vom gleichen Departement noch im Jahre 1991 an der Umweltministerkonferenz in Salzburg die Erklärung abgegeben worden, dass "der Bundesrat das Ratifizierungsverfahren erst einleiten werde, wenn die laufenden Verhandlungen über die ersten Zusatzprotokolle zu einem für die Schweiz zufriedenstellenden Abschluss gekommen sind".

    Die Vernehmlassung zu den fünf Ausführungsprotokollen der Alpenkonvention hat ein sehr ernüchterndes Resultat gebracht. Vor allem bemängeln die betroffenen Bergregionen geschlossen, dass die Konkretisierung der Alpenkonvention mittels der Ausführungsprotokolle das an und für sich positive "Grundabkommen" in eine eindeutige Schieflage zu versetzen drohe. Der Schutzzweck dominiert gegenüber den legitimen Nutzungsinteressen der in den Bergregionen lebenden Bevölkerung. Auch werden die schweizerischen Entscheidstrukturen in Frage gestellt.

    Bei allem Bekenntnis für die übergreifende Verantwortung zur Erhaltung unseres Ökosystems Alpen drängt sich im Interesse der Sache und der Bergbevölkerung gebieterisch auf, dass rechtzeitig Gegensteuer gegeben wird.

    Der Bundesrat wird beauftragt, folgende Massnahmen zu treffen:

    1. In Nachverhandlungen ist den elementaren Anliegen der Berggebiete, wie sie namentlich von der Regierungskonferenz der Gebirgskantone und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete formuliert worden sind, Nachachtung zu verschaffen.

    2. Der Bundesrat wird ersucht, die Unterzeichnung der vorliegenden Protokolle bis zum Zustandekommen einer gesamthaft ausgewogenen Lösung generell auszusetzen.

    3. Der Bundesrat wird beauftragt, das "Gesamtwerk Alpenkonvention" erst dem Parlament zur Genehmigung zu unterbreiten, wenn gesamthaft ein angemessenes Verhältnis zwischen Schutz und Nutzen im Alpenraum, aber auch die Subsidiarität und die föderalistischen Strukturen des schweizerischen Staates berücksichtigt und sichergestellt sind.

Daten: OpenParlData · CC BY 4.0